Unternehm will Ergebnis will bis 2007 verdoppeln
Bilfinger Berger rechnet mit Gewinnschub

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger rechnet bei einer kräftig steigenden Leistung für das laufende Jahr mit einem Gewinnschub.

HB MANNHEIM. In den ersten sechs Monaten legte der Überschuss insbesondere dank des Ausbaus des Dienstleistungsgeschäfts um 60 Prozent auf 16 Mill. Euro zu, teilte der Konzern am Donnerstag in Mannheim mit. Die Bauleistung kletterte um 18 Prozent auf 3,339 Mrd. Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich um 32 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro.

Das erste Halbjahr untermauert nach Einschätzung von Konzernchef Herbert Bodner die positive Prognose für das Gesamtjahr. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem Anstieg der Bauleistung auf 6,9 (bisher 6,7) Mrd. Euro. Beim Überschuss rechnet er mit einem Anstieg auf "gut 70 Mill. Euro". Damit werde der Konzern seinem Ziel einen großen Schritt näher kommen, das Konzernergebnis des vergangenen Jahres bis 2007 auf wenigstens 100 Mill. Euro zu verdoppeln. Bisher hatte der Konzern für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) und den Überschuss eine deutliche Steigerung in Aussicht gestellt.

Im zweiten Quartal legte der Überschuss vor allem wegen des größeren Dienstleistungsgeschäfts von 13 Mill. auf 19 Mill. Euro zu. Der Umsatz kletterte auf 1,692 (1,441) Mrd. Euro. Das Ebita stieg auf 35 (22) Mill. Euro. Auch der Überschuss übertraf mit einem Sprung auf 19 (13) Mill. Euro die Erwartungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten. Diese hatten im Durchschnitt bei einer Bauleistung von 1,642 Mrd. Euro mit einem Überschuss von 17,4 Mill. und einem Ebita von 31 Mill. Euro gerechnet. Der Kauf von Babcock Borsig Service schlägt sich erstmals in den Quartalszahlen nieder.

Hauptergebnistreiber ist das Dienstleistungsgeschäft. Hier kletterte das Ebita von 17 Mill. auf 30 Millionen. Auch 2005 werde das Ergebnis den guten Vorjahreswert deutlich übertreffen. Insgesamt erhöhte sich das operative Ergebnis (Ebita) im ersten Halbjahr um 82 Prozent auf 31 Mill. Euro. Auch der Hoch- und Industriebau mit zwei (2) Mill. Euro und der Ingenieurbau mit sieben (6) Mill. Euro trugen positiv zum Ergebnis bei. Der deutsche Markt bleibe schwierig. Allerdings wachse bei der Politik die Einsicht, beim Abbau des Investitionsstaus in der Verkehrsinfrastruktur auch privatwirtschaftliche Modelle zu nutzen.

Vor diesem Hintergrund peilt Bodner für das Gesamtjahr im Ingenieurbau eine Verdoppelung des Ebita bei einer Zunahme der Leistung auf 2,7 Mrd. Euro an. Allerdings drückten Einmaleffekte den Vorjahreswert. Für den Hoch- und Industriebau sei bei einer Leistung von 2,1 Mrd. Euro eine weitere Ebita-Verbesserung zu erwarten. Auch die Betreiberprojekte sollen weiter ausgebaut werden.

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