Unternehmen bekräftig angehobene Prognose
Verkehrstechnik-Konzern Vossloh schafft Umsatzsprung

Vossloh profitiert von seinen Neuerwerbungen. Sie tragen schon mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz des Verkehrstechnik-Konzerns bei.

HB DÜSSELDORF. Die Geschäfte des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh heben sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres gut entwickelt. Der im MDax gelistete Konzern teilte am Montag mit, zwischen Januar und September sei bei einem Umsatzanstieg um rund 23 Prozent auf 605,9 Mill. Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein Gewinn von 74,1 (Vorjahr 49,9) Mill. Euro erzielt worden. Den Konzernüberschuss bezifferte Vossloh mit 44,3 (38,9) Mill. Euro. Das in den ersten neun Monaten erzielte Ebit sei ebenso wie das Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums von Erträgen im Zusammenhang mit der Veräußerung der VAE-Gruppe sowie von Risikovorsorgen beeinflusst. Darum bereinigt habe das Ebit um 68 Prozent auf knapp 60 Mill. Euro zugelegt. Vossloh bekräftigte seine im Frühjahr angehobene Prognose für das Gesamtjahr, die einen Umsatz von annähernd 890 (744,5) Mill. Euro und einen Überschuss von 53,5 (52,4) Mill. Euro vorsieht.

Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse resultiere vor allem aus den Zuwächsen in den Geschäftsbereichen Vossloh Locomotives (plus 32 Mill. Euro), Vossloh Fastening Systems (plus 31 Mill. Euro) und Vossloh Information Technologies (plus 20 Mill. Euro). Der Ende 2002 erworbene Elektronikausrüster für Straßenbahnen und Oberleitungsbusse Kiepe (Vossloh Electrical Systems), die Neuerwerbungen Vossloh Switch Systems (vormals Cogifer SA) und Vossloh Infrastructure Services (vormals Cogifer TF) haben den Angaben zufolge insgesamt 321 Mill. Euro zum Gesamtumsatz beigetragen.

Vossloh hatte sich 2002 neu ausgerichtet. Der Verkehrstechnikkonzern gliedert sich nun in die Geschäftsbereiche Rail Infrastructure (Schienenbau), Motive Power (Schienenfahrzeuge & Instandhaltung) sowie Information Technologies (Systemtechnik). Vossloh will erklärtermaßen bis 2004 durch Akquisitionen einen Umsatz von zwei Milliarden Euro erreichen. Durch internes Wachstum soll bis dahin ein Umsatz von 900 Mill. Euro erzielt werden.

Zuvor hatten Analysten der Commerzbank die Bewertung der Vossloh-Aktien mit „Akkumulieren“ aufgenommen. Angesichts der Marktführerschaft in bestimmten Nischen sei das Unternehmen gut aufgestellt, um von der Modernisierung und Ausweitung des Eisenbahnnetzes vor allem in Osteuropa zu profitieren, schrieben sie in einer Kurzstudie. Das Kursziel liege bei 43,00 Euro. Die im MDax-notierten Papiere legten nach Veröffentlichung der Zahlen um 1,45 Prozent auf 38,50 Euro zu, nachdem sie zuvor leicht im Minus gelegen hatten.

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