Unternehmen bekräftigt Jahresprognose
Salzgitter sieht Stahlindustrie weiter auf Expansionskurs

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter AG erwartet ein Anhalten des vor allem durch starke Nachfrage aus China angeheizten Stahl-Booms. Wegen der gleichzeitig steigenden Rohstoffpreise zeigt sich der Vorstand für die Gewinnentwicklung des Konzerns aber nur verhalten optimistisch.

HB BRAUNSCHWEIG. „Die Prognosen für die Marktversorgung besagen, dass die Stahlindustrie weltweit auf Expansionskurs bleiben wird“, sagte Vorstandschef Wolfgang Leese am Mittwoch vor der Hauptversammlung in Braunschweig. China habe 2004 einen geschätzten Stahlbedarf von 340 Mill. Tonnen, werde aber wohl nur 260 Mill. Tonnen selbst produzieren. Der Rest müsse auf dem Weltmarkt zugekauft werden. Bei den Stahl-Rohstoffen Eisenerz, Koks und Schrott zeichneten sich dadurch aber Lieferengpässe ab. So habe sich beispielsweise der Preis für die Tonne Koks binnen Monatsfrist auf 500 Dollar je Tonne verdoppelt.

Leese bekräftigte vor diesem Hintergrund die Jahresprognose, wonach der Salzgitter-Gewinn vor Steuern im höheren zweistelligen Millionen-Bereich liegen werde. Es werde nicht so sein, „dass uns die Gewinne in diesem Geschäftsjahr auch ohne eigenes Zutun nur so zufließen müssten“, sagte er. 2003 hatte Salzgitter einen Gewinn vor Steuern von 42 Mill. Euro ausgewiesen. Im ersten Quartal 2004 hatte Salzgitter den Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr um 20 Mill. Euro auf 26 Mill. Euro gesteigert.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte Salzgitter-Aktie notierte am Vormittag 1,34 Prozent höher mit 9,83 Euro.

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