Unternehmen bekräftigt Jahresprognose
SGL Carbon profitiert vom Rohstoffboom

Der Grafitspezialist SGL hat dank anhaltend starker Nachfrage aus der Stahl- und Aluminiumindustrie in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr verdient. Konzernchef Robert Koehler bekräftigte die Ziele für das laufende Jahr, für 2008 ist er aber etwas vorsichtiger. Mit einem Zukauf setzt die SGL-Gruppe auf High-Tech-Fasern.

HB FRANKFURT. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe von Januar bis September um 50 Prozent auf 185,1 Millionen Euro zugenommen, teilte die SGL Group am Donnerstag in Wiesbaden mit. Er lag etwas unter den Prognosen von Analysten. Die weiterhin kräftige Nachfrage nach Grafitelektroden zur Stahlerzeugung und Kathoden für die Aluminiumproduktion sorgten für eine hohe Auslastung der Anlagen. Auch Preiserhöhungen und Einsparungen trieben das Ergebnis. Unter dem Strich blieb ein Überschuss 79,4 Millionen nach 17,4 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz nahm um 17 Prozent auf gut eine Milliarden Euro zu.

Für das Gesamtjahr erwartet Koehler weiterhin ein Umsatzwachstum von bis zu 15 Prozent. Das Ebit soll um rund 45 Prozent steigen, vor und nach Steuern soll sich der Gewinn mehr als verdoppeln. Für das kommende Jahr gab sich die SGL-Führung aber etwas vorsichtiger: Sie rechnet mit einem Umsatzplus von mehr als fünf Prozent. Das Ebit soll stärker steigen.

Wachstum verspricht sich SGL in den kommenden Jahren vom Geschäft mit Karbonfasern und Karbonfaser-Verbundwerkstoffen. Die High-Tech-Fasern kommen in der Luft- und Raumfahrt, aber auch in Rotorblättern von Windenergieanlagen zum Einsatz und werden etwa zum Bau besonders leichter Fahrradrahmen verwendet. Um das Geschäfts auszubauen, übernimmt SGL die Epo GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Willich, einen Hersteller von Karbonfaser-Verbundwerkstoffen. Den Kaufpreis für das Unternehmen mit einem Umsatz von 20 Millionen Euro nannte SGL nicht.

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