Unternehmen bestätigt Ausblick
Rheinmetall trotz Umsatzminus mit Gewinnplus

Der Industriekonzern Rheinmetall im ersten Quartal 2005 bei weniger Umsatz seinen Gewinn gesteigert. Dies ist vor allem dem soliden Rüstungsgeschäft zu verdanken. Für das Gesamtjahr wird ein weiteres Wachstum angestrebt. Mit einer Umwandlung seiner Vorzugs- in Stammaktien will das Unternehmen seine Titel attraktiver machen und internationalen Anlegern entgegenkommen.

HB BERLIN. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Auftaktquartal geringfügig auf 33 (Vorjahreszeitraum: 32) Mill. €, wie Rheinmetall am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Damit entsprach das Ergebnis fast der durchschnittlichen Analysten-Erwartung von 34 Mill. €. Der Konzernbereich Rüstung verbuchte einen Betriebsgewinn von einer (minus zehn) Million Euro. Die Sparte hatte bereits das Gesamtjahr 2004 mit einem Gewinnzuwachs abgeschlossen.

Die Rheinmetall-Aktionäre stimmten auf der Hauptversammlung in Berlin der Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzugs- in Stammaktien im Verhältnis eins zu eins zu. Bislang war das Kapital in jeweils 18 Mill. Vorzüge und Stämme aufgeteilt. Die Vorzugsaktionäre verzichten damit auf ihre in der Satzung festgelegte höhere Dividende und bekommen im Gegenzug für ihre Anteilsscheine ein Stimmrecht.

Mit der Umwandlung soll die Kapitalstruktur von Rheinmetall transparenter und attraktiver für Investoren werden. „Damit entsprechen wir internationalen Standards und den Erwartungen insbesondere der internationalen Anleger“, sagte Konzernchef Klaus Eberhardt vor rund 300 Aktionären. Der Schritt solle auch die Gewichtung im Nebenwerteindex MDax deutlich erhöhen.

Die Rheinmetall-Vorzugsaktie kletterte bis zum Nachmittag um gut zwei Prozent auf 40,02 € und tendierte damit nahe des Kurses der Stammaktie, die bei 40,00 € ebenfalls gut zwei Prozent im Plus lag. Nach dem Ausstieg des langjährigen Großaktionärs, der Industriellenfamilie Röchling, Ende vorigen Jahres ist das Rheinmetall-Kapital breit gestreut. Nur der US-Investmentfonds Perry Partners und das Finanzhaus Credit Suisse First Boston halten jeweils etwas mehr als fünf Prozent.

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