Unternehmen dementiert Finanzprobleme
Übernahmespekulationen um Märklin

Der weltgrößte Modellbahn-Hersteller Märklin steht nach einem Bericht des Hamburger „manager-magazins“ zum Verkauf.

HB GÖPPINGEN. Das Blatt zitiert in seiner Ausgabe von Donnerstag Unternehmerkreise, aus denen verlaute, dass „Finanzinvestoren ihre Fühler ins Schwäbische ausgestreckt und ihr Interesse an einer Übernahme des Göppinger Traditionshauses angemeldet“ hätten.

Unternehmenschef Paul Adams sagte der dpa, er könne nicht ausschließen, dass es immer wieder Gespräche gebe, aber es gebe keine Entscheidung, das Familienunternehmen zu verkaufen.

In dem Bericht heißt es weiter, Märklin habe mindestens 60 Millionen Euro Schulden bei Banken - darunter der Landesbank Baden- Württemberg und der Kreissparkasse Göppingen. Dazu sagte Adams: „Wir haben kein Problem mit der Finanzierung, wir haben kein Problem mit den Banken.“ Das Unternehmen bemühe sich, „die Kosten in Ordnung zu bringen“. Die Umstrukturierungsmaßnahmen würden greifen.

Die Märklin Holding GmbH hat im Jahr 2003 zuletzt Bilanzzahlen veröffentlicht. Danach betrug der Umsatz 164,4 Millionen Euro - nach 170,5 Millionen in 2002.

Das zurückhaltende Kaufverhalten der Kunden macht Märklin seitdem zu schaffen. „Wir sind nicht zufrieden mit der Umsatzentwicklung“, sagte Adams. Vor einem Jahr hatte er den Abbau von 361 Arbeitsstellen in Göppingen angekündigt. Dadurch sollten jährlich Kosten im zweistelligen Millionen-Bereich eingespart werden. Derzeit arbeiten noch 720 Menschen im Stammwerk.

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