Unternehmen eröffnete in Schanghai neue Anlage
Bayer: Investoren stehen für Chemiesparte Schlange

Der Bayer-Konzern hält an einem Börsengang seiner Chemiesparte fest, hat aber inzwischen von Investoren Angebote erhalten.

HB SCHANGHAI. "Wir brauchen Klarheit, NewCo wird bis 2005 bei allen Wetterbedingungen an den Kapitalmarkt gebracht", sagte der Vorstandschef des Chemie- und Pharmaunternehmens, Werner Wenning, am Mittwoch in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Schanghai. Das geäußerte Kaufinteresse Dritter zeige, dass der Bereich über ein ausgewogenes Portfolio verfüge.

Auf keinen Fall werde der Konzern Teile davon verkaufen, betonte Wenning. Das Interesse von Seiten Dritter zeige jedoch, dass NewCo "kein zusammengekehrtes Portfolio" sei. Ob der bis Anfang 2005 vorgesehene Börsengang die Form eines IPO oder die eines Spin-off haben werde, stehe noch nicht fest, bekräftigte Wenning. Er bevorzuge zwar aus Bayer-Sicht die Form des IPO, doch sei ein Spin-off bei den gegenwärtigen Marktverhältnissen wahrscheinlicher. Ein Spin-off sei aber keine Notlösung, stellte Wenning klar. Es gebe Aktionäre, die diese Form der Ausgliederung bevorzugen würden. Ein möglicher IPO würde voraussichtlich im Herbst 2004 stattfinden, während ein Spin-off eher Anfang 2005 zu erwarten sei.

In jedem Fall wolle sich Bayer zu 100% von NewCo trennen, bekräftigte Wenning. Im Falle eines IPO könnte dies auch schrittweise geschehen wie schon bei der früheren Tochter Agfa. Vor knapp 3 Wochen hatte das Unternehmen bekannt gegeben, die Chemie und einen Teil des Polymergeschäfts in die NewCo auszugliedern und bis Anfang 2005 unter neuem Namen an die Börse zu bringen. NewCo sei ein Kandidat für den MDax, so Wenning. Im laufenden Jahr soll die - noch gar nicht existente - Tochter pro forma einen Umsatz von 5,6 Mrd Euro und ein Ebitda von 500 Mill. bis 550 Mill. Euro erzielen.

An seinem Produktionsstandort in Cojing in Schanghai legte Bayer am Mittwoch den Grundstein für den Bau einer neuen Anlage zur Herstellung des Kunststoffes Makrolon. Rund 450 Mill. Dollar (382 Mill. Euro) investierte Bayer in das Projekt, dass 2006 in Betrieb genommen werden soll. Makrolon wird unter anderem zur Herstellung von CDs und Autoscheinwerfern verwendet.

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