Unternehmen erwartet 2004 leichten Rückgang des operativen Gewinns
Novartis mit drei Prozent mehr Reingewinn

Der Basler Pharmakonzern Novartis hat den Reingewinn in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um drei Prozent auf 3,656 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz nahm deutlich stärker zu, nämlich um 18 Prozent auf 18,134 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Montag bekannt gab. Novartis blieb mit diesen Zahlen am unteren Ende der Analystenschätzungen.

HB ZÜRICH. In der wichtigsten Division Pharma wuchsen die Verkäufe um 17 Prozent in Dollar beziehungsweise zwölf Prozent in Lokalwährungen auf 4,04 Mrd. Dollar. Das operative Konzernergebnis lag mit 1,47 Mrd. Dollar um elf Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Für 2003 rechnet Novartis dank einer starken operativen Performance mit einem Betriebs- und Reingewinn über dem Vorjahresniveau und bekräftigte damit frühere Prognosen. Das Nettofinanzergebnis dürfte niedriger ausfallen als 2002. Im Vorjahr hatte Novartis einen operativen Gewinn von 5,09 Mrd. Dollar und ein Nettoergebnis von 4,72 Mrd. Dollar erzielt.

Kurz- bis mittelfristig rechnet das Unternehmen mit einem hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Umsatzwachstum in lokalen Währungen. Beim operativen Ergebnis sieht Novartis eine nachhaltige Steigerung, rechnet 2003 und 2004 allerdings mit einem leichten Rückgang der operativen Margen, da der Bereich Pharma konsequent seine energische Wachstumsstrategie verfolge; deshalb würden die Investitionen in Forschung und Entwicklung dieses und nächstes Jahr im Verhältnis zum Umsatz voraussichtlich überproportional steigen. 2002 hatte die operative Gewinnmarge 24,3 Prozent betragen.

Die Markteinführung des neuen Schmerzmittels Prexige in den USA erwartet Novartis nicht vor 2005. Dieses als potenzieller Blockbuster, das heisst Produkt mit einem Jahresumsatz von einer Mrd. Dollar oder mehr, eingeschätzte Präparat erlitt Ende September einen Rückschlag; die US-Gesundheitsbehörde FDA forderte weitere Informationen an. Mitte September hatte Prexige die Zulassung in Grossbritannien und damit zum ersten mal in einem wichtigen Markt erhalten.

Das Leukämiemedikament Glivec steigerte den Umsatz im dritten Vierteljahr um 73 Prozent in Dollar und 62 Prozent in lokalen Währungen auf 280 Mill. Dollar. Novartis umsatzstärkstes Produkt, das Bluthochdruck-Präparat Diovan, kam auf Verkäufe von 615 Mil. Dollar - plus 55 Prozent in Dollar und plus 49 Prozent in Lokalwährungen.

Von Reuters befragte Analysten hatten für das dritte Vierteljahr im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 1,29 Milliarden Dollar gerechnet. Bei einem Umsatz von 6,22 Milliarden Dollar - davon 3,99 Milliarden Dollar Pharmaverkäufe - war das operative Ergebnis auf 1,44 Milliarden Dollar geschätzt worden.

In den ersten neun Monaten erzielte Novartis bei einem Umsatz von 18,13 Milliarden Dollar einen Reingewinn von 3,66 Mrd. Dollar. Die Pharmaumsätze lagen bei 11,64 Mrd. Dollar.

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