Unternehmen erwartet in Deutschland deutlichen Kistenabsatz-Rückgang
Coca-Cola dämpft Gewinnwarnung

Coca-Cola hat seine Geschäftserwartungen für den restlichen Jahresverlauf heruntergeschraubt. Als Gründe werden das schlechte Wetter sowie die Folgen der Pfandregelung genannt. Auch im stark expandieren Discounter-Bereich habe das Unternehmen den Anschluss verpasst, erklärte ein Sprecher.

HB CHICAGO/DÜSSELDORF Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola hat seine Gewinnerwartungen für die zweite Hälfte des Jahres zurückgeschraubt. Das Unternehmen begründete den verhaltenen Ausblick am Mittwoch mit einer schwachen Nachfrage auf seinen wichtigsten Märkten. Nach Angaben eines Sprechers kämpft der Konzern auch mit den Folgen der deutschen Pfandregelungen.

Entgegen seiner üblichen Informationspolitik veröffentlichte Coca-Cola erstmals einen Gewinnausblick, der jedoch deutlich unter den derzeitigen Schätzungen von Analysten lag. Die Aktien des in Atlanta ansässigen Unternehmens fielen daraufhin im frühen Handel an der New Yorker Börse um mehr als fünf Prozent und zogen den Gesamtmarkt ins Minus. In der vergangenen Woche hatte bereits der weltgrößte Cola-Abfüller Coca-Cola- Enterprise seine Gewinnerwartungen für 2004 reduziert.

Für das dritte Quartal rechnet Coca-Cola mit einem Gewinn von 46 bis 48 Cent je Aktie. In der gesamten zweiten Jahreshälfte werde das Ergebnis je Aktie voraussichtlich zwischen 88 und 92 Cent liegen, teilte das US-Unternehmen weiter mit. Analysten hatten im Schnitt 54 Cent je Aktie im dritten Quartal und 45 Cent im Schlussquartal erwartet. Zur Begründung verwies Coca-Cola auf schwache Absatzzahlen in Nordamerika und Nordeuropa, nicht zuletzt wegen des ungewöhnlich regnerischen Sommerwetters.

Einer der schwierigsten Märkte weltweit sei Deutschland, teilte der Traditionskonzern weiter mit. Unter anderem verwies er auf die deutsche Umweltgesetzgebung. Ein Sprecher von Coca-Cola-Deutschland sagte, dem Konzern bereiteten in der Bundesrepublik die Folgen der Pfandregelungen Probleme. Der Konzern habe in den letzten 18 Monaten allein rund 250 Millionen Euro investiert, um den Mehrweganteil von früher 65 Prozent auf über 80 Prozent in die Höhe zu schrauben. Hauptproblem seien die Insellösungen einzelner Handelsketten, die entstanden waren, weil ein bundesweites Pfandsystem nicht zustande gekommen war.

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