Unternehmen hält am Zeitplan fest
Kosten für A380 laufen aus dem Ruder

Die Entwicklungskosten für das neue europäische Riesen-Flugzeug Airbus A380 laufen aus dem Ruder.

HB MÜNCHEN. Insgesamt beliefen sich die Entwicklungskosten für das 555 Passagieren Platz bietenden Großraumflugzeug auf zwölf Milliarden Euro, sagte EADS-Co-Chef Rainer Hertrich am Dienstagabend in München. Die Mehrkosten von 1,45 Milliarden Euro seien „schon viel, das ist schon heftig“. Grund seien mehrfache Nachbesserungen beim Gewicht und zur Steigerung der Effizienz.

Am Zeitplan für den Erstflug und die Auslieferung des Flugzeugs hielt Hertrich aber fest. „Wir halten an dem Ziel fest, dass es bis Ende März zum ersten Mal abhebt“, bekräftigte er. Die erste Auslieferung sei weiterhin für die erste Jahreshälfte 2006 geplant. Der Öffentlichkeit vorgestellt wird das doppelstöckige Prestigeobjekt der EADS-Tochter Airbus am 18. Januar. Die A380 soll dem betagten Modell 747 des US-Rivalen Boeing Konkurrenz machen.

Bereits Anfang Dezember hatte ein Sprecher von Airbus bestätigt, dass die Kosten für den A380 über Plan lägen. Eine Zahl nannte er allerdings nicht. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte in einer Analyse von 500 Millionen Euro gesprochen.

Hertrich wollte nicht sagen, wieviele Bestellungen des neuen Langstreckenflugzeugs A350 für den definitiven Bau vorliegen müssten. „Wir machen das nicht publik“, sagte er. Airbus-Chef Noel Forgeard, der auf den französischen Chefsessel des Airbus-Mutterkonzerns EADS drängt, hatte am Wochenende gesagt, er rechne mit 50 Bestellungen bis zur Luftfahrtschau Le Bourget im Sommer. „Das Interesse an der A350 ist groß“, sagte Hertrich lediglich. „Unsere Kunden haben uns überzeugt, dass sie den Wettbewerb haben wollen.“ Die A350, für die Airbus von seinen Eignern EADS und BAE am Freitag grünes Licht erhalten hat, ist als Konkurrenzmodell zur 7E7 von Beoing, die 2008 auf den Markt kommen soll, gedacht. Die A350 soll 2010 ihren Liniendienst aufnehmen. Airbus hatte im vergangenen Jahr Boeing als Weltmarktführer bei zivilen Flugzeugen abgelöst und wird seine Stellung mit mindestens 315 ausgelieferten Flugzeugen auch in diesem Jahr behaupten.

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