Unternehmen hat seine Jahresziele erreicht: Henkel will Dividende erhöhen

Unternehmen hat seine Jahresziele erreicht
Henkel will Dividende erhöhen

Durch seine Expansion in den USA und ein im Jahresverlauf verbessertes Waschmittelgeschäft hat sich der Konsumgüterkonzern Henkel 2004 erfolgreich gegen die Konsumflaute gestemmt.

HB DÜSSELDORF. 2005 will Henkel bei einem organischen Umsatzwachstum von bis zu vier Prozent das Betriebsergebis (Ebit) im „hohen Zehnprozentbereich“ steigern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 habe Henkel einen operativen Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen von 800 (710) Millionen Euro bei einem auch dank Zukäufen auf 10,592 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz eingefahren, teilte der durch Marken wie Persil oder Pritt bekannte Düsseldorfer Konsumgüterriese am Donnerstag mit. Inclusive Sondereinflüsse konnte Henkel zudem einen Gewinsprung verbuchen: Der Einmalertrag von 1,77 Milliarden Euro aus dem Tauschgeschäft mit Clorox bescherte Henkel ein Ebit von 1,92 Milliarden Euro. Enthalten sind darin auch die Aufwendungen von 408 Millionen Euro für ein neues Sparprogramm, das unter anderem die Streichung von 3000 Stellen vorsieht.

Unter dem Strich erzielte Henkel damit 2004 einen durch Sondereinflüsse gestiegenen Gewinn nach Fremdanteilen von 1,735 Milliarden Euro. Im vierten Quartal stieg das Ebit auf 225 Millionen Euro an. Henkel übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die vor den Einmalposten ein Ebit von 791 Millionen Euro für das Gesamtjahr und 215 Millionen Euro für das vierte Quartal erwartet hatten. Die Aktionäre können zudem mit einer erhöhten Ausschüttung rechnen: Je Vorzugsaktie will Henkel für 2004 1,30 (1,20) Euro und je Stammaktie 1,24 (1,14) Euro zahlen. Auch die eigenen Jahresziele konnte Henkel damit erreichen. Das Unternehmen hatte zuletzt ein organisches Umsatzwachstum von über zwei Prozent vorausgesagt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollte ebenso wie das Ergebnis je Aktie im „mittleren Zehnprozentbereich“ zulegen.

2005 will Henkel ein organisches Umsatzwachstum bereinigt um Wechselkurseffekte von drei bis vier Prozent erzielen. Ohne Sondereinflüsse und Wechselkurseffekte soll das Ebit im „hohen Zehnprozentbereich“ steigen. Im laufenden Jahr kommen auch schmerzhafte Umstrukturierungen auf Henkel zu, mit der Vorstandschef Ulrich Lehner den Konzern für den härter werdenden globalen Wettbewerb rüsten will. Rund 3000 der weltweit über 50 000 Arbeitsplätze sollen bis 2006 abgebaut werden. Mit Hilfe der Kostensenkungen will Henkel von 2007 an jährlich rund 125 Millionen Euro einsparen.

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