Unternehmen in China
Handelskammer: Internetzensur schadet Standort

Langsames Internet und Online-Zensur hemmen das Geschäft in China, klagt die deutsche Handelskammer. Dennoch profitieren deutsche Unternehmen weiterhin von der steigenden Nachfrage einer immer reicheren Mittelschicht.
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PekingVor der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses hat die deutsche Wirtschaft Probleme wegen schlechter Online-Verbindungen in dem Riesenland beklagt.

„Das langsame Internet und die Internetzensur entwickeln sich zu einem zunehmenden Hemmnis für in China tätige Unternehmen und schaden dem Standort“, sagte Alexandra Voss, Geschäftsführerin der Deutschen Außenhandelskammer (AHK) in Peking, der Deutschen Presse-Agentur.

Während des an diesem Donnerstag beginnenden Kongresses wird erwartet, dass Chinas Führung konkretere Pläne für die weitere Wirtschaftsentwicklung vorlegt. „Ein schneller und unkomplizierter Datenaustausch wird immer weniger gewährleistet“, kritisierte Voss.

Die geringe Geschwindigkeit im Netz sei auch in der letzten Mitgliederumfrage der Außenhandelskammer als ein wachsendes Problem bezeichnet worden. „Die Klagen über das langsame Internet stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Punkte auf den Rekordwert von 59 Prozent“, berichtete die Kammerchefin.

Im Januar hatte China seine als „Große Firewall“ bezeichneten Internetsperren ausgeweitet. Besonders Tunneldienste - sogenannte Virtual Private Network (VPN) Services - wurden massiv gestört. Mit ihnen hatten sich bislang Sperren umgehen lassen.

„Wir halten diese Entwicklung für kontraproduktiv, weil es den allgemeinen technologischen Fortschritt einer globalen Wirtschaft lähmt“, sagte Voss. Die Europäische Handelskammer in China hatte die Internetzensur im vergangenen Monat sogar offen als geschäftsschädigend angeprangert.

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