Unternehmen kann sich von der Branchenentwicklung abkoppeln
Pillenknick berührt Stada nicht

Für Stada-Chef Hartmut Retzlaff ist die Gesundheitsreform weder ein Traum- noch ein Horrorgesetz.

HB BAD VILBEL. Obwohl das im MDax notierte Unternehmen aus dem hessischen Bad Vilbel noch immer gut die Hälfte seines Umsatzes in Deutschland macht, machten die veränderten politischen Rahmenbedingungen keine wesentlichen Abstriche bei der Umsatz- und Ergebnisplanung notwendig. "Wir rechnen damit, im laufenden Jahr bei Umsatz und Ertrag zweistellig zuwachsen", sagte Retzlaff.

In den ersten beiden Monaten des Jahres konnte Stada offenbar von der Branchenentwicklung abkoppeln, die nach Angaben der Marktforscher von IMS Health im Schnitt einen Umsatzeinbruch in der Größenordnung von 15% erlitt. Das mit preiswerten Nachahmerpräparaten, so genannten Generika, groß gewordene Unternehmen verbuchte dagegen nach eigenen Angaben einen Umsatzzuwachs von etwa 10% im Konzern. "Das Deutschland-Geschäft hat sich sogar etwas besser entwickelt", sagte der Stada-Chef. Auch der Ertrag bereite ihm keine Bauchschmerzen, detaillierte Zahlen zum ersten Quartal will das Unternehmen jedoch erst am 13. Mai vorschlagen.

Am Aktienmarkt gehörte Stada am Dienstag gleichwohl zu den Verlierern. Am Nachmittag notierte das Papier gut 2,5% im Minus. Hierfür ausschlaggebend war wohl Schlussquartal 2003, das die Erwartungen des Marktes nicht voll erfüllte. Der Nettogewinn stieg den Angaben zufolge von 6,4 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 9,1 Mill. Euro. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt mit 12 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz stieg um 18% auf 199,5 Mill. Euro. Davon entfielen Retzlaff zufolge zwischen zehn und 13 Mill. Euro auf den Vorzieheffekt durch die Gesundheitsreform.

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