Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab
Carlyle will MAN bei MTU noch ausbooten

Der US-Finanzinvestor Carlyle will offenbar noch in das Bieterverfahren um die Daimler-Chrysler-Tochter MTU Friedrichshafen gelangen.

HB LONDON/FRANKFURT. Carlyle sei deshalb an die Familiengesellschafter Maybach und Zeppelin herangetreten, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Carlyle sei „sehr interessiert“ daran, ein Angebot abzugeben.

Die Minderheitsgesellschafter halten zwar nur rund zwölf Prozent der MTU-Anteile, verfügen aber über weitgehende Mitspracherechte. Auch andere Finanzinvestoren wie Kohlberg Kravis Roberts (KKR) sind einem Bericht der „FTD“ zufolge stark an dem Hersteller von Großdieselmotoren mit einem Jahresumsatz von etwa 1,3 Mrd. € interessiert. Innerhalb der Familien gebe es Strömungen, die bei einem Verkauf an einen Finanzinvestor Vorteile sähen, berichtete das Blatt.

Carlyle lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher von Daimler-Chrysler bekräftigte die Absicht zum Verkauf und fügte hinzu, dass ein Erwerber die Zukunft von MTU Friedrichshafen sichern müsse. Der Stuttgarter Autobauer hatte zuletzt erklärt, er wolle an einen strategischen Interessenten verkaufen - womit Private-Equity-Häuser ausschieden.

Als Favorit für den Zuschlag gilt der Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN, der als einziger offen Interesse bekundet hat. MAN hält eine Entscheidung noch im laufenden Quartal für möglich.

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