Unternehmen optimistisch
Industrie erwartet bessere Lage

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schätzt die wirtschaftliche Lage in Deutschland zuversichtlicher ein als noch vor wenigen Monaten. BDI-Präsident Jürgen Thumann erwartet für 2006 ein Wachstum von mindestens 1,8 Prozent.

HANNOVER. „Für 2006 erwarten wir jetzt ein Wachstum von mindestens 1,8 Prozent. Mit einem Quäntchen Glück könnten es sogar zwei Prozent werden“, sagte BDI-Präsident Jürgen Thumann gestern auf der Hannover-Messe.

Auch für das Jahr 2007 sieht Thumann trotz der anstehenden Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte und des „teuren“ Tarifabschlusses in der Metall- und Elektroindustrie keineswegs schwarz. Die wirtschaftliche Dynamik würde sich nicht zwangsläufig verlangsamen. Allerdings müsse die Politik die Voraussetzungen für einen dauerhaften Aufschwung schaffen, forderte Thumann.

Die Industrie stütze ihre Erwartungen auf drei Faktoren: den Export, die Hoffnung auf eine anziehende Binnenkonjunktur und die Reformfähigk eit der großen Koalition. Das aktuelle Stimmungshoch in der Wirtschaft sei ein Vertrauensvorschuss, der allerdings nicht von unbegrenzter Dauer sei. Wenn schon die Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht mehr diskussionsfähig sei, müsse zumindest über die Verwendung der Mehreinnahmen gesprochen werden, forderte Thumann. Es müsse alles daran gesetzt werden, die Lohnzusatzkosten zu senken.

Die Wirtschaft brauche jetzt verlässliche Signale, dass sich etwas bewege. Das gelte für den Arbeitsmarkt, die Unternehmensbesteuerung, Energiepolitik und Gesundheit. Die große Koalition müsse jetzt die Chancen nutzen. Derzeit profitiere die deutsche Industrie auch von einer kräftigen Weltkonjunktur, sagte der BDI-Präsident. Die Exporte seien seit Jahresbeginn so stark gewachsen, wie lange nicht mehr. Für das Gesamtjahr erwarte der BDI ein Exportplus von sieben Prozent. Die Binnennachfrage und der private Konsum nähmen ebenfalls zu.

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