Unternehmen rechnet mit hohem Umsatzpotenzial
Schwarz Pharma mit Erfolg bei Epilepsie-Medikament

Der Monheimer Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat nach eigenen Angaben eine Studie für das Epilepsie-Medikament Harkoseride erfolgreich abgeschlossen. Der Wirkstoff sei in der so genannten Phase IIb gut vertragen worden, finale Ergebnisse werden im vierten Quartal 2005 erwartet.

HB MONHEIM. Der Monheimer Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat mit seinem Wirkstoff Harkoseride eine weitere wichtige Studienhürde auf dem Wege zum Einsatz gegen Epilepsie genommen.

Eine nun abgeschlossene klinische Studie der Phase IIb mit dem Mittel in den USA und Europa habe den Rückgang epileptischer Anfälle nachgewiesen, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch mit. Gleichzeitig sei der Wirkstoff gut vertragen worden. „Wir haben den jeweiligen Zielparameter sowohl für die USA als auch für Europa erreicht“, kommentierte Forschungs- und Entwicklungsvorstand Iris Löw-Friedrich die Resultate. Die letzte Phase der klinischen Entwicklung vor einem Zulassungsantrag für Harkoseride gegen Epilepsie - die so genannte Phase III - startete bereits im Mai 2004.

Bei der nun abgeschlossenen Studie waren nach Firmenangaben 497 Epilepsie-Patienten beteiligt. Die häufigsten Nebenwirkungen seien Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Koordinationsstörungen gewesen. Mehr als 90 Prozent der Patienten hätten danach ihre Behandlung mit Harkoseride in einer offenen Studie fortgesetzt.

Schwarz Pharma traut Harkoseride ein hohes Umsatzpotenzial zu. Bei der Anwendung gegen Epilepsie liege der prognostizierte Jahresspitzenumsatz des Mittels bei 300 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin. Die früher im Jahr einmal genannte Zahl von 350 Millionen Euro gehe möglicherweise auf einen Verwechslungsfehler des Unternehmens mit dem in der Entwicklung befindlichen Parkinson-Pflaster Rotigotin zurück, für das Spitzenumsätze in dieser Höhe erwartet würden. Schwarz Pharma will noch in diesem September für Rotigotin Zulassungsanträge bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA und bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen.

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