Unternehmen soll auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten
Smart-Betriebsrat kämpft um Stellen

Sorge um die Arbeitsplätze geht um bei den Mitarbeitern des zu Daimler-Chrysler gehörenden Kleinwagenbauers Smart. Der neu gegründete Betriebsrat in der Zentrale hat in einer Betriebsversammlung am Freitag das Unternehmen aufgefordert, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

HB BÖBLINGEN. Das Sanierungskonzept sieht vor, dass in Böblingen rund 600 Stellen wegfallen. Im Werk im lothringischen Hambach sind etwa 100 von 850 Stellen betroffen. Kein Beschäftigter von Smart solle das Unternehmen in die Arbeitslosigkeit verlassen, sagte Betriebsratschef Pitt Moos auf der Betriebsversammlung in der Zentrale. Dort sind 1300 Mitarbeiter beschäftigt.

Am vergangenen Wochenende hatte es aus Konzernkreisen geheißen, dass etwa 200 Smart- Mitarbeiter zu Mercedes-Benz wechseln könnten. 100 Stellen sollten durch die natürliche Fluktuation abgebaut werden. So bleiben etwa 300 Mitarbeiter von Kündigung bedroht. Die gewerkschaftliche Organisation in der Smart-Zentral gilt als sehr gering.

Der neue Chef der Mercedes Car Group, Eckhard Cordes, will Smart bis 2007 mit einem bis zu 1,2 Milliarden Euro teuren Sanierungsprogramm in die schwarzen Zahlen bringen. Dazu gehören neben dem Personalabbau die Einstellung des Smart-Roadsters und die Aufgabe des projektierten Smart-Geländewagens. Außerdem werden verschiedenen Funktionen in die Mercedes-Benz-Organisation eingegliedert.

Smart soll nach Medienberichten seit 1998 rund 2,6 Milliarden Euro Verlust gemacht haben, allein im vergangenen Jahr über 500 Millionen Euro. DaimlerChryslers Management hatte auch eine Schließung der Marke erwogen, dies aber verworfen, weil es noch teurer geworden wäre. 2007 soll ein Nachfolger des zweisitzigen Smart auf den Markt kommen und dann auch in den USA angeboten werden.

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