Unternehmen steckt in einer Modelloffensive: Neue Vorschriften drücken BMW-Gewinn

Unternehmen steckt in einer Modelloffensive
Neue Vorschriften drücken BMW-Gewinn

Der BMW-Konzern hat im vergangenen Jahr trotz des Rekordabsatzes einen Gewinnrückgang erlitten. Die neuen Altersteilzeitvorschriften drückten den Überschuss um 3,6 Prozent, teilte der Autohersteller am Donnerstag in München mit. Damit wurden die Analystenprognosen verfehlt.

HB MÜNCHEN. Bereinigt um die Sondereffekte konnte der Münchener Konzern nach eigenen Angaben aber sogar einen Ergebniszuwachs von rund zwei Prozent verzeichnen und somit seine Ziele leicht übertreffen. „In einer Phase anhaltend hoher Aufwendungen für die Produkt- und Marktoffensive sowie eines teilweise schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds hat die BMW Group Kurs gehalten“, sagte BMW-Chef Helmut Panke am Donnerstag in München. „An diese Entwicklung werden wir im laufenden Geschäftsjahr mit steigendem Absatz und Ergebnis anschließen.“

Analysten lobten das operative Abschneiden sowie die geplante Erhöhung der Ausschüttung 2003 um sechs auf 58 Cent je Stammaktie. „Angesichts der anhaltend hohen Ergebnisqualität und der positiven Geschäftsaussichten schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erhöhung der Dividende vor“, kündigte BMW an. Die Vorzugsaktionäre sollen für 60 (Vorjahr 54) Cent erhalten.

Die BMW-Aktie, die bereits zuvor um 2,4 % im Minus gelegen hatte, rutschte nach der Bekanntgabe der Zahlen um mehr als fünf Prozent ins Minus. Später erholte sie sich leicht und notierte mit 33,73 € noch um 3,21 % schwächer. Der Gesamtmarkt verlor vor dem Hintergrund der Bombenanschläge in Madrid 3,1 %.

Vor Steuern erzielte BMW 2003 ein Ergebnis von 3,205 (Vorjahr 3,297) Mrd. €. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 1,947 (2,020) Mrd. € oder 2,89 (3,00) Euro je Aktie. BMW begründete den Ergebnisrückgang vor allem mit der von der Bundesregierung beschlossenen, seit Januar wirksamen Heraufsetzung des Eintrittsalters für die Altersteilzeit auf 63 von bislang 60 Jahren. Alleine im Dezember hätten deshalb noch rund 2300 Mitarbeiter die alte Regelung in Anspruch genommen. Zuvor seien es 2003 hingegen lediglich einige hundert gewesen, sagte ein Sprecher. BMW habe deshalb zusätzliche Rückstellungen von 110 Mill. € vorgenommen.

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