Unternehmen stellt neuen Finanzierungsplan vor
ABB erwartet auch 2003 Verluste

Der hochverschuldete Elektro- und Anlagenbaukonzern ABB will seine Sparte Öl, Gas und Petrochemie für 925 bis 975 Mill. US-Dollar (rund 820 bis 870 Mio Euro) an ein Finanzkonsortium verkaufen. Wie das schweizerisch-schwedische Unternehmen am Dienstag in Zürich mitteilte, wurde ein vorläufiger Vertrag mit Candover Partners Limited, JP Morgan Partners LLC und 3i Group PLC unterzeichnet. Die endgültige Vereinbarung soll noch vor Ende dieses Jahres erfolgen.

HB ZÜRICH. Eigentlich sollte der Verkauf früher über die Bühne gegangen sein. Deswegen rechnet ABB nun für 2003 mit einem Verlust. ABB gab auch einen weitreichenden neuen Finanzierungsplan mit Kapitalerhöhung, neuem Bankkredit und einer Anleihe bekannt. Damit soll der Finanzbedarf bis 2006 gedeckt sein.

Im dritten Quartal verzeichnete ABB nach weiteren Angaben vom Dienstag wegen Belastungen bei nicht weitergeführten Aktivitäten einen Verlust von 279 Mill. Dollar nach einem Fehlbetrag von 148 Mill. Dollar im Vorjahr. Das Betriebsergebnis verbesserte sich dagegen auf 262 Mill. Dollar von einem Verlust von 86 Mill. Dollar im Vorjahr. Beim Betriebsergebnis übertraf ABB die Analystenschätzungen, während der Verlust deutlich höher als erwartet ausfiel.

Der Abschluss der Transaktion an das Finanzkonsortium hängt laut ABB aber von rechtlichen Prüfungen ab, die mit möglicherweise unzulässigen Zahlungen in drei Ländern in Zentralasien, Afrika und Südamerika zu tun hätten. ABB habe diese Zahlungen in eigenen Untersuchungen aufgedeckt und ermittle nun, ob es weitere solche Zahlungen gegeben habe. Der Verkauf sei aber nur eine Frage der Zeit, sagte Konzernchef Jürgen Dormann auf einer Telefonkonferenz.

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