Unternehmen verringert operativen Verlust
Loewe profitiert von Trend zu Flachbild-Fernsehern

Der in eine Ertragskrise geratene TV-Hersteller Loewe hat im ersten Quartal wegen einer hohen Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehgeräten deutlich mehr umgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum und den operativen Verlust verringert. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Kronacher Unternehmen seine Prognosen.

HB MÜNCHEN. „Loewe ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt“, sagte Vorstandschef Rainer Hecker am Dienstag. Während die Umsätze im nach wie vor wichtigstem Absatzmarkt Deutschland stagnierten, legte das Unternehmen im Ausland kräftig zu. Vor allem in Spanien konnten Loewe dank des Auftrags einer spanischen Händlergruppe seinen Umsatz mehr als verdoppeln. Wachstum bei Flachbildschirm-Fernsehern habe den Rückgang bei Bildröhren-Geräten kompensiert. Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 64,3 Mill. €, ein Plus von zwölf Prozent. Der operative Verlust (Ebit) sank auf 1,9 Mill. € von 7,2 Mill. € im Vorjahreszeitraum. Die im Kleinwertsegment SDax notierte Loewe-Aktie lag am Mittag 0,56 % im Plus bei 9,05 €.

Für 2005 erwartet Loewe einen leichten Umsatzanstieg und ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Im vergangenen Jahr hatte Loewe bei einem Umsatz von 267,8 Mill. € einen operativen Verlust von 25,7 Mill. € ausgewiesen. 2006 will Loewe auch unter dem Strich wieder schwarze Zahlen schreiben. „Aus heutiger Sicht fühlen wir uns immer noch zuversichtlich mit diesem Ziel“, bekräftigte Finanzvorstand Burkhard Bamberger. Größte Unwägbarkeit und Herausforderung sei allerdings auch in diesem Jahr der starke Preisverfall bei Fernsehgeräten. Insbesondere der Flachbildschirm-Markt ist derzeit von starkem Preiswettbewerb geprägt.

Das 1923 gegründete Unternehmen hatte zu spät auf den Trend zu Flachbildschirm-Fernsehern reagiert und den Preiseinbruch bei Röhrengeräten deshalb stark zu spüren bekommen. Loewe legte daraufhin ein Restrukturierungsprogramm auf und baute rund 300 Stellen ab. Seit dem vergangenen Jahr kooperiert das Unternehmen mit dem japanischen Elektronikkonzern Sharp, der sich mit 29 % an Loewe beteiligt hat. „Durch die erfolgreich umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und unser breites Produktportfolio gerade bei LCD- und Plasma-TVs können wir am kräftigen Wachstum der Fernsehgeräte mit neuen Bildschirmtechnologien in Europa verstärkt teilnehmen“, erklärte Hecker.

Der Umsatzanteil von Flachbildschirmen kletterte im ersten Quartal auf 65 von 18 % im Vorjahr. Bis zum vierten Quartal solle dieser Anteil auf 75 bis 80 % steigen, sagte Bamberger. Das Produktsortiment soll 2005 mit zehn neuen Flachbildschirm-Geräten weiter ausgebaut werden. Zum zweiten Halbjahr will Loewe am Standort Kronach mit der Produktion von mittel- und großformatigen LCD-Geräten für Sharp beginnen.

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