Unternehmen weist Forderung zurück
Opel-Betriebsrat fordert wegen guter Auslastung weniger Kündigungen

Im Bochumer Opel-Werk sind Betriebsrat und Geschäftsleitung wegen des vereinbarten Personalabbaus aneinander geraten.

HB FRANKFURT. Der Betriebsrat verlangt den Stopp des Arbeitsplatzabbaus und argumentiert mit der hohen Auslastung in der Produktion der beiden Modelle Astra und Zafira. Bei dem vor sechs Monaten mit der US-Konzernmutter General Motors vereinbarten „Zukunftsvertrag“ zur Sanierung der Opel-Standorte habe das Management für das Werk Bochum falsche Zahlen zu Grunde gelegt. „Die Zahlen müssen unbedingt korrigiert werden“, forderte Betriebsratschef Rainer Einenkel am Montag. Das Unternehmen wies dies zurück. Der Arbeitsplatzabbau werde ohne Abstriche umgesetzt.

Im Bochumer Werk haben nach Betriebsratsangaben bisher rund 1800 Beschäftigte Auflösungsverträge unterschrieben und verlassen das Unternehmen gegen eine Abfindung. Insgesamt will Opel in Bochum 2800 Stellen auf diesem Weg abbauen. Der Betriebsrat möchte durchsetzen, dass dieses Ziel um rund 1000 reduziert wird.

Die Betriebsräte der Opel-Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Bochum hatten dem so genannten Zukunftsvertrag im Frühjahr zugestimmt. Als Gegenleistung für Standortgarantien bis 2010 müssen die Arbeitnehmer Kürzungen bei übertariflichen Leistungen hinnehmen. Europaweit sieht das Sparprogramm, mit dem Opel-Mutter General Motors das Europageschäft wieder profitabel machen woll will, den Abbau von 12 000 Stellen vor, davon knapp 10 000 bei Opel.

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