Unternehmen werfen sich gegenseitig Patentverletzung vor
Schwarz Pharma will Patentstreit mit Mylan beilegen

Im Patentstreit um das Magenmittel Omeprazol verhandeln der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma und das US-Pharmaunternehmen Mylan Laboratories über eine außergerichtliche Einigung.

HB FRANKFURT. „Es gibt Verhandlungen zwischen der Schwarz-Pharma Tochter Kudco und Mylan über eine außergerichtliche Einigung“, sagte ein Schwarz-Pharma-Sprecherin am Donnerstag. Einzelheiten würden mitgeteilt, wenn darüber entschieden worden sei. Kudco hatte im August bei einem US-Gericht Klage wegen Patentverletzung gegen Mylan im Zusammenhang mit Omeprazol eingereicht. Schwarz zufolge gehört das von Mylan verwendete Patent nicht Mylan sondern dem Erfinder, Pawan Seth. Mylan hatte seinerseits im November 2002 Klage gegen Kudco wegen Patentverletzungen bei Omeprazol in den USA eingereicht.

Omeprazol ist eine Nachahmerversion (Generikum) des Originalproduktes Prilosec von dem britisch-schwedischen Pharmaunternehmen Astra Zeneca. Mylan hatte vergangenen Sommer trotz eines schwebenden Rechtsverfahrens mit Astra Zeneca mit dem Verkauf eines eigenen Prilosec-Generikums begonnen. Schwarz Pharma hat nach einem gewonnenen Patentstreit mit AstraZeneca bislang allein das Recht, den Säurehemmer im weltweit lukrativsten Pharmamarkt USA zu verkaufen.Im Zuge der Markteinführung des Schwarz-Pharma-Generikums Omeprazol hatte das einst bestverkaufte Medikament Prilosec massiv an US-Marktanteilen verloren.

Die im Nebenwerteindex M-Dax gelistete Schwarz-Pharma-Aktie lag am Vormittag 1,50 % im Minus bei 25 Euro.

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