Unternehmen will zentrale Struktur
Coca-Cola ordnet Deutschland-Geschäft neu

dpa-afx BERLIN/BREMEN. Der US-Getränkeriese Coca-Cola nimmt sein Deutschland-Geschäft stärker in die eigene Hand und kauft einen der bisher acht selbstständigen Abfüller. Die Bremer Erfrischungsgetränke Gmbh wird zum 1. September Teil der konzerneigenen Tochter Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE), wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Verkäufer sind die belgische Brauerei Inbev ("Beck's") und mehrere Einzelpersonen. Coca-Cola zahlt dafür laut Inbev insgesamt 137 Mill. Euro. Der Bremer Abfüller mit 667 Beschäftigten hat auch die Lizenz für Teile Niedersachsens und Schleswig-Holsteins.

Mit der Übernahme kommt Coca-Cola bei der geplanten Neuordnung der deutschen Aktivitäten voran. Angesichts von Absatzproblemen soll das bisher über regionale Konzessionäre laufende Geschäft gestrafft und ein zentraler Abfüller gebildet werden. Dafür war Anfang Juli mit den sieben anderen freien Lizenzhaltern eine grundsätzliche Absichtserklärung unterzeichnet worden. Bisher nicht daran beteiligt ist ein Vertriebsunternehmen in Niedersachsen, das für unter zwei Prozent des Deutschland-Geschäfts steht. Mit dem Kauf des Bremer Abfüllers kommt die CCE mit Sitz in Berlin künftig auf knapp drei Viertel nach bisher zwei Drittel des Deutschlandgeschäftes.

Deutschland-Chef Deryck van Rensburg sagte, der Abschluss trage dazu bei, die Umsetzung der Pläne zu beschleunigen. Ziel ist, schneller eine zentrale Struktur zu finden, bevor die Verträge der unabhängigen Abfüller zwischen 2007 und 2011 auslaufen. Gegen ein vorzeitiges Abtreten der Konzessionen hatte sich aber lange Widerstand formiert. Die Bremer Erfrischungsgetränke Gmbh ist der größte freie Abfüller und hat Standorte in Bremen, Emden, Neumünster, Gifhorn und Lüneburg. Personalabbau oder Werksschließungen stünden nach dem Kauf nicht an, sagte eine Sprecherin.

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