Unternehmen will zwei Miliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken
Bayer erhöht die Dividende

Der Leverkusener Chemie- und Pharmahersteller Bayer erwartet 2005 nach Abschluss des Konzernumbaus deutliche Zuwächse bei Betriebsgewinn und Umsatz.

HB LEVERKUSEN. Nach Abschluss des größten Konzernumbaus seiner Geschichte erwartet der Leverkusener Chemie- und Pharmahersteller Bayer 2005 kräftige Zuwächse bei Umsatz und Betriebsgewinn. "Es ist uns gelungen, den Bayer-Konzern auf Innovation und Wachstum auszurichten und so die Basis für eine nachhaltige Stärkung der Ertragskraft zu schaffen", bilanzierte Bayer-Chef Werner Wenning am Dienstag in Leverkusen nach dreijähriger Umbauphase.

In diesem Jahr solle der um Sondereinflüsse wie Restrukturierungskosten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im verbliebenen Bayer-Geschäft voraussichtlich 20 Prozent zulegen nach erzielten 2,032 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Umsatz peilt Wenning ein währungs- und portfoliobereinigtes Plus von über fünf Prozent auf mehr als 25 Milliarden Euro an. "Die ersten beiden Monate sind erfreulich verlaufen und bestätigen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis unseren Optimismus", sagte der Bayer-Chef. Rückenwind erhalte der Konzern vor allem von der florierenden Konjunktur in den USA und Asien.

Analysten äußerten sich positiv. "Der Ausblick war etwas besser als von uns erwartet", sagte Chemieanalyst Dennis Nacken von der Helaba Trust. Die Bayer-Aktie legte zunächst deutlich zu, dreht dann aber ins Minus und verlor ein Prozent auf knapp 26 Euro. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen der Anleger.

Mit dem Börsengang von Lanxess hatte Bayer den Großteil der Chemiegeschäfte und etwa ein Drittel der Kunststoffaktivitäten abgegeben. Im Zuge des Konzernumbaus hatte Bayer auch tausende Stellen abgebaut. "Wir sind überzeugt, dass wir mit der Neuausrichtung unseres Konzerns das Potenzial des Unternehmens optimal ausschöpfen können", sagte Wenning. Bayer will sich nun auf Bereiche beschränken, in denen der Vorstand starkes Wachstum erwartet. Das sind die Sparten Gesundheit (Health Care), zu der auch das Pharmageschäft zählt, Pflanzenschutz (Crop Science) sowie Kunststoffe- und Chemie (Material Science).

Bayer schrieb 2004 wieder Gewinn

Im vergangenen Jahr erreichte der Konzern mit einem Überschuss von 603 Millionen Euro wieder die Gewinnzone. Wegen hoher Wertberichtigungen im Zuge des Konzernumbaus hatte Bayer 2003 mit 1,36 Milliarden Euro noch den größten Verlust seiner 141-jährigen Geschichte geschrieben. Der Umsatz legte 2004 um 4,2 Prozent auf 29,76 Milliarden Euro zu. Im Zuge der Umbaumaßnahmen hat Bayer seit 2002 rund 2,2 Milliarden Euro eingespart, allein eine Milliarde war es im vergangenen Jahr.

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