Unternehmen will zweites Standbein neben dem klassischen Baugeschäft
Hochtief lagert Flughafen-Beteiligungen in Fonds aus

Der Essener Baukonzern Hochtief lagert seine Beteiligungen an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Athen mit einem Volumen von rund 720 Millionen Euro in einen Fonds aus. Bereits in der zweiten Jahreshälfte solle die Hälfte des Volumens in einen Flughafen-Fonds für institutionelle Anleger eingebracht werden.

HB ESSEN. „Wir wollen das Kapital flüssig machen, aber etwa in Düsseldorf das Management des Flughafens in der Hand behalten“, sagte Hochtief-Sprecher Christian Gerhardus. Er bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung „Die Welt“.

Mit dem Gang an den Kapitalmarkt wolle das Essener Unternehmen seine Liquidität verbessern, um unter anderem seine Expansion voranzutreiben. Hochtief strebt unter anderem im Bereich Gebäudemanagement Zukäufe an. Der Konzern will sich so ein zweites Standbein neben dem klassischen Baugeschäft schaffen.

Hochtief wolle den Fonds selbst betreuen und die Steuerung der Flughäfen behalten, sagte Gerhardus. Zunächst werde der Konzern knapp die Hälfte seiner Flughäfen-Anteile in den Fonds einbringen. Gegen einen Börsengang habe sich Hochtief bewusst entschieden. „So ist es sehr einfach und sehr, sehr genau zu kontrollieren.“

Bisher habe Hochtief rund 720 Mill. Euro in Flughafenbeteiligungen investiert, sagte Gerhardus. Die Flughäfen, an denen Hochtief beteiligt ist, fertigen nach Angaben des Konzerns jährlich mehr als 60 Mill. Passagiere ab. Die Aktien des im MDax notierten Unternehmens stiegen am Freitagvormittag um knapp 4,9 Prozent auf 22,55 Euro.

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