Unternehmens-Ziele
Nestle wächst stärker als erwartet

Die Rohstoffpreise steigen, der starke Schweizer Franken macht die Sache auch nicht einfacher - und dennoch legte der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller Nestle überraschend starke Zahlen vor.
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ZürichNestle hat im ersten Quartal trotz des Anstiegs der Rohstoffpreise deutlich mehr verkauft als ein Jahr zuvor. Nestle schaffte nach Angaben vom Freitag ein organisches Wachstum, das mit 6,4 Prozent über dem selbst gesteckten Zielband lag. 1,5 Prozent des Wachstums gingen auf Preiserhöhungen zurück, der Rest steht für eine Zunahme der Verkaufsvolumen. Der Hersteller von Kaffee, Schokoriegeln und neuerdings auch Gesundheitsprodukten konnte vor allem in aufstrebenden Märkte zulegen.

Zu spüren bekam Nestle die starke Schweizer Währung, die bei der Umrechnung der Auslandsumsätze in Franken negativ zu Buche schlägt. Unter dem Strich sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 1,2 Prozent auf 20,3 Milliarden Franken (15,7 Milliarden Euro). Analysten hatten mit einem Umsatz von 20,28 Milliarden Franken gerechnet und ein organisches Wachstum von 5,7 Prozent prognostiziert.

An seinen Jahreszielen hält Nestle nach den Worten von Konzernchef Paul Bulcke fest. Der Umsatz soll organisch um fünf bis sechs Prozent wachsen und die Gewinnmargen sollen verbessert werden. Auf die hohen und stark schwankenden Kosten für Vorprodukte wie Kaffeebohnen, Kakao und Milch will der Konzern weiterhin mit einer Mischung aus Kostensenkung und Preiserhöhungen reagieren. Nestle rechnet damit, dass die Rohstoffpreise dieses Jahr um acht bis zehn Prozent höher liegen als im letzten Jahr. Das schlägt mit Zusatzkosten von 2,5 bis drei Milliarden Franken zu Buche.

Analysten kommentierten die Quartalszahlen positiv. "Sehr starke Zahlen, die vor allem auf die Entwicklung in den Schwellenländern zurückgehen", sagte Kepler-Analyst Jon Cox. Aber auch in entwickelten Märkten habe Nestle gut abgeschnitten.

Der französische Rivale Danone steigerte seinen Umsatz in den ersten drei Monaten um 8,8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Auch die Franzosen gehen davon aus, dass sie Preiserhöhungen durchsetzen und ihre Jahresziele erreichen können.

Die Börse reagierte positiv. Die Nestle-Aktie, die dieses Jahr rund vier Prozent verloren hat, eröffnete 1,4 Prozent höher auf 53,85 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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