Unternehmensstrategie
Roboterbauer Kuka schaltet auf Expansion

Nach zwei Jahren mit hohen Verlusten steht der Roboter- und Anlagenbauer Kuka wieder auf gesunden Füßen und schaltet auf Expansion um. Der Firmenchef Gerhard Wiedemann zielt vor allem auf die Luftfahrt- und Solarindustrie und die Medizintechnik als neuen Kundenkreis.

DÜSSELDORF. Mit einem Umsatzplus von 10,5 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro, einem Jahresüberschuss von 118 Mill. Euro gegenüber einem Verlust von 69 Mill. Euro im Vorjahr und einer von zwölf auf 26 Prozent gestiegenen Eigenkapitalquote sieht der Vorstandsvorsitzende Gerhard Wiedemann die Restrukturierung abgeschlossen. In den vergangenen drei Jahren hat die ehemalige IWKA alle Randbereiche inklusive der Verpackungstechnik verkauft und ist dadurch nur noch halb so groß, allerdings wesentlich profitabler.

Bis 2010 plant das auf die Bereiche Roboter sowie Schweißtechnik und Anlagenbau für die Autoindustrie konzentrierte Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von sieben Prozent. "Wir wollen aus eigener Kraft wachsen, aber auch zukaufen, wenn sich uns entsprechende Gelegenheiten bieten", sagte Wiedemann auf der Bilanzpressekonferenz in München. "Wir werden aber nicht in Restrukturierungsfälle investieren."

Vor allem sieht der Kuka-Chef neue Einsatzmöglichkeiten für Roboter außerhalb der Autoindustrie, die bisher den Kundenkreis dominiert. Wiedemann nannte hier die Luftfahrt- und Solarindustrie und die Medizintechnik. Serviceroboter für den professionellen Einsatz stünden vor dem Durchbruch. Regional soll das Geschäft in Asien und Nordamerika ausgebaut werden.

An der Börse gingen die guten Zahlen von Kuka nach Aussagen von Händlern im Markt unter. Die im M-Dax notierte Aktie fiel zunächst um über drei Prozent, erholte sich im Laufe des Nachmittags aber wieder. Das geplante Wachstum sei höher als erwartet, meinten Analysten. Allerdings wecke das geplante stärkere organische Wachstum Sorgen um hohe Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte. gil

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