Unternehmensumbau
Conergy will knapp 100 Stellen abbauen

Das Solarunternehmen Conergy stellt die unprofitable Solarzellfertigung ein. Der Grund: hoher Preisdruck und Überkapazitäten auf dem Weltmarkt.
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Hamburg/Frankfurt OderDas Solarunternehmen Conergy hat die Streichung von knapp 100 Stellen in Frankfurt (Oder) angekündigt. Die Wafer- und Zellfertigung in dem Werk werde „bis auf weiteres“ eingestellt, kündigte das Hamburger Unternehmen am Donnerstag an. Ein Sprecher begründete diesen Schritt mit dem hohen Preisdruck und Überkapazitäten auf dem Weltmarkt. Die Wafer- und Zellfertigung decke nicht die Kosten. Daher will sich Conergy in Frankfurt auf die Modulproduktion konzentrieren.

Conergy-Vorstand Alexander Gorski sprach von einem „harten, aber leider auch notwendigen Schritt“. Die Konzentration auf die Modulproduktion reduziere die Fixkosten erheblich. Durch den geplanten Umbau solle das Werk profitabel arbeiten. Die Zellen für die Solarmodule will das Unternehmen ab Dezember von externen Lieferanten beziehen.

Im Zuge des Umbaus der Fabrik beabsichtigt das Unternehmen den Angaben zufolge, sich von knapp 100 Festangestellten zu trennen. Rund 100 Mitarbeiter aus den Bereichen Wafer und Zelle will Conergy in die Modulproduktion übernehmen. Auf Leiharbeiter würde das Unternehmen in der Fertigung verzichten. Damit verblieben rund 350 Arbeitsplätze.

Über das Konzept soll umgehend mit dem Betriebsrat beraten werden. Conergy ist eines von drei Unternehmen, die im Raum Frankfurt (Oder) Solarmodule herstellen. Die Firma hatte dazu für 250 Millionen Euro das Gebäude der gescheiterten Chipfabrik ausgebaut. Im Jahr 2007 wurde dort die Produktion klassischer Silizium-Solarzellen und -module aufgenommen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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