Unternehmenszukunft
Ratiopharm bleibt im Familienbesitz

Nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze hat Ratiopharm mit Übernahmegerüchten aufgeräumt: Der Generikahersteller steht nicht zum Verkauf. Bei Zukäufen ist das letzte Wort dagegen noch nicht gesprochen.

HB FRANKFURT. „Ratiopharm ist ein Familienunternehmen, und wir verkaufen nicht“, sagte Ratiopharm-Chef Philipp Daniel Merckle in einem vorab veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Zu eigenen Zukaufsmöglichkeiten sagte der Sohn des Firmengründers Adolf Merckle: „Wir sitzen nicht da und sagen uns unaufhörlich: „Jetzt müssen wir aber schauen, was wir als nächstes kaufen.' Freilich muss man immer offen sein, der Markt entwickelt sich stetig weiter.“ Philipp Daniel Merckle hatte im November die Nachfolge des Firmenchefs Claudio Albrecht angetreten.

Deutschland ist nach den USA der weltweit zweitgrößte Markt von Nachahmermedikamenten und mit vielen kleinen Herstellern stark zersplittert. Vor wenigen Monaten hatte der Schweizer Pharmahersteller Novartis den deutschen Ratiopharm-Konkurrenten Hexal übernommen.

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