Unterschrift steht bevor
Magna klärt letzte Fragen bei Opel

Knapp ein Jahr nachdem Opel zum ersten Mal nach Staatshilfe rief, steht die Abtrennung des Rüsselsheimer Autobauers vom amerikanischen Mutterkonzern GM und der Verkauf an Magna nun unmittelbar bevor. Verhandlungskreise gehen davon aus, dass bereits heute der Vertrag beim Notar unterzeichnet wird. Doch es sind noch wichtige Fragen offen.

FRANKFURT/BERLIN. Der austro-kanadische Zulieferer Magna steht beim geplanten Kauf von Opel kurz vor dem Ziel. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen haben der Zulieferer Magna und General Motors (GM) am Mittwoch bereits begonnen, die ersten Seiten des umfangreichen Opel-Vertrags in Frankfurt am Main zu paraphieren. Mehrere mit der Situation vertraute Personen bei Opel sagten, der Kaufvertrag werde am Donnerstag notariell besiegelt. In Magna-Kreisen hieß es vorsichtiger, dass alle Vorbereitungen getroffen seien. Angesichts der Gespräche mit Spanien über das dortige Werk könnte sich das Procedere aber auch noch um 24 Stunden verzögern.

Die Verhandlungen über die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer gingen am Mittwoch in eine neue Runde. Eine Einigung zwischen Magna und den Betriebsräten gilt als eine Voraussetzung für die Unterzeichnung des Kaufvertrags. Das Sparpaket der Arbeitnehmer sei aber so gut wie geschnürt, hieß es. Der endgültige Abschluss des Deals, das sogenannte Closing, ist erst Ende November geplant. Denn neben den Details des geplanten Stellenabbaus muss auch die Finanzierung der Staatshilfen unter den europäischen Ländern sowie deren Prüfung durch die EU abgewartet werden. Sprecher von Magna, GM und Opel wollten die Informationen nicht kommentieren.

Die geplante Übernahme von Opel durch ein Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank, die jeweils 27,5 Prozent an der neuen Gesellschaft übernehmen, nimmt damit noch diese Woche eine weitere wichtige Hürde. Knapp ein Jahr nach dem erstmaligen Ruf des Unternehmens nach Staatshilfe wird mit der Unterschrift unter den Kaufvertrag die teilweise Abtrennung des Rüsselsheimer Autobauers vom amerikanischen Mutterkonzern besiegelt. Dennoch planen die beteiligten Unternehmen keinen öffentlichen Auftritt. Nach dem Procedere beim Notar soll die Vertragsunterzeichnung nur per Pressemitteilung bekanntgegeben werden. Erst am 30. November bei der Ratifizierung des Kaufvertrags wollen die Unternehmen offen legen, wie die neue Firma im Detail aussieht. So werden die Gespräche mit dem Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau in Europa erst nach der Unterzeichnung der Verträge geführt.

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