Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe
Trickste auch BMW bei Abgaswerten?

Wird nun auch BMW vom Dieselskandal erfasst? Die Deutsche Umwelthilfe will bei einem BMW 320d Hinweise auf eine Abschaltvorrichtung festgestellt haben. Die Organisation dringt nun auf eine Überprüfung von BMW-Dieseln.
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BerlinDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) dringt auf eine technische Überprüfung von BMW-Dieselfahrzeugen, die möglicherweise eine Abschalteinrichtung besitzen. „Die vorliegenden Messergebnisse sind sehr klare Indizien dafür, dass hier unzulässige Abschalteinrichtungen in der Motorsteuersoftware vorhanden sind“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, am Dienstag in Berlin. „Diese müssten komplett entfernt werden.“

Resch kündigte an, den zuständigen Behörden die Untersuchungsergebnisse der DUH zu übergeben. Zudem forderte er „eine Überprüfung und gegebenenfalls Entzug der Typgenehmigung und einen amtlichen Rückruf für alle Fahrzeuge, die über eine illegale Abschalteinrichtung verfügen.“

Die Organisation, die sich im VW-Dieselskandal und im Kampf gegen Dieselabgase in Städten engagiert, hatte am Montag mitgeteilt, nach Untersuchungen an einem Diesel-Pkw von BMW Anhaltspunkte für eine Abschalteinrichtung gefunden zu haben. Sie habe einen BMW 320d im Straßenbetrieb getestet und dabei deutlich höhere Abgaswerte festgestellt als im Labortest.

BMW wies die Vorwürfe zurück. „Es gibt bei der BMW Group keinerlei Aktivitäten und technische Vorkehrungen, den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen“, teilte der Münchner Konzern mit. „Grundsätzlich gilt, dass BMW-Fahrzeuge den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften entsprechen und nicht manipuliert sind.“ BMW betonte, der TÜV Süd habe bereits 2015 ein technisch identisches Modell getestet und dabei keine Eingriffe festgestellt.

Abschalteinrichtungen bei Autos können den Schadstoffausstoß beeinflussen. Volkswagen hat den massenhaften Gebrauch von illegalen Abschalteinrichtungen bei seinen Dieselautos zugegeben.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe: Trickste auch BMW bei Abgaswerten?"

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  • Dass ein ganzer Industriezweig sich stillschweigend an den Pranger stellen lässt
    passt nicht der der allmächtigen Industie Lobby zusammen .

  • Was für ein Schmarrn. Die DUH erregt sich daran dass ein AGR ab 3500U "deaktiviert" wird. Wie war das nochmal mit dem AGR? Wozu gibt's das? Vielleicht nochmal auf Wikipedia nachlesen, bevor man das als "defeat device" verkaufen will. Demnächst kommen sie damit an dass das Gaspedal ein defeat device ist. Meine Fresse.

  • Im Automotor finden sehr schnelle Wechsel ganz unterschiedlicher Betriebszustände statt. Innerhalb von Sekunden wechselt dieser von Leerlauf kalt in Vollast und umgekehrt. Damit ist es real nahezu unmöglich die seitens der EU (von Öko NGO diktierte) Abgaswerte in allen Betriebszuständen einzuhalten.

    Beispielsweise haben die meinerseits gefahrenen Dieselautos Abgasrückführventile (Reduktion NOx durch Abgasrückführung). Diese schliessen bei kaltem Motor und bei ca. Tempo 120 vermutlich weil der EU Testzyklus keine grösseren Geschwindigkeiten kennt und der Motor bei frische Luft für höhere Leistung benötigt.

    Aktuell ziehen die Autofirmen den Kopf ein, versuchen es den durch Öko NGO aufgehetzten Politikern recht zu machen und hoffen dabei den Schaden für sich und die Gesellschaft zu minimieren. Wünschenswert wäre es wenn sich die Autoindustrie aktiv gegen den Ökoterror wehren würde.

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