Unterzeichnung auf Messe in Berlin
EADS zieht Milliardenauftrag an Land

Hoffnungsschimmer für den zuletzt so gebeutelten Luft- und Raumfahrtkonzern EADS: Er soll in den kommenden Jahren insgesamt 30 Ariane-5-Trägerraketen im Gesamtwert von drei Mrd. € an Arianespace liefern.

HB BERLIN. Unmittelbar nach der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Ila 2004 durch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist auf der Messe am Montag der bislang größte Einzelauftrag in der Geschichte der europäischen Raumfahrt unterzeichnet worden. Die Verträge wurden in Anwesenheit Schröders unterschrieben. „Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie“, erklärten die EADS-Chefs Rainer Hertrich und Philippe Camus. Sie werteten die Vereinbarung als ein „klares Bekenntnis zur Ariane bis zum Ende des Jahrzehnts“.

Bundeskanzler Schröder erinnerte daran, dass das Ariane-Programm allein in Deutschland 30 000 Stellen und mehrere tausend in Nachbarländern und vor allem in Frankreich sichere. Die Krise des Ariane-Programms sei nun offenbar überwunden sei. Die europäische Raumfahrt und speziell das Ariane-Programm hatten vor allem durch Nachfrageeinbrüche im kommerziellen Satellitengeschäft schwierige Jahre durchlaufen, die zu erheblichen Strukturveränderungen in der Branche führten.

Das neue Liefergeschäft für die Ariane fünf soll zwischen 2005 und 2010 abgewickelt werden. An der Vertragsunterzeichnung auf der ILA nahm auch der französische Forschungsminister Francois d'Aubert teil. „Der Vertrag unterstreicht die neue Rolle von EADS Space Transportation als alleiniger Hauptauftragnehmer für das Ariane 5-Programm“, erklärten Hertrich und Camus in einer Stellungnahme. EADS SpaceTransportation ist neben der Produktion verantwortlich für die Lieferung der kompletten und vollständig getesteten Trägerrakete an Arianespace nach Kourou in Französisch-Guyana, von wo die Raketen ins All starten.

Das Großgeschäft sei ein wichtiges Zeichen der Zuversicht nicht nur für die europäische Branche insgesamt, sondern gerade auch für den zuletzt mit erheblichen Problemen kämpfenden Bereich, sagte Hertrich, der auch Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) ist.

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