Ursache ist das Kugelgelenk
Daimler-Chrysler droht umfangreiche Rückrufaktion in USA

Dem deutsch-amerikanischen Autokonzern Daimler-Chrysler droht Medienberichten zufolge in den USA eine umfangreiche Rückrufaktion.

HB NEW YORK. Die US-Regierung könnte aus Sicherheitsgründen den Rückruf von bis zu 600 000 Fahrzeugen der Typen Dodge Durango und Dakota verlangen, berichten US-Sender CBS und die Zeitungs "Wall Street Journal" am Donnerstag. Betroffen wären die Modelljahre von 2000 bis 2003.

Hintergrund ist eine Untersuchung der Nationalen Behörde für Sicherheit im Straßenverkehr NHTSA. Chrysler-Chef Dieter Zetsche sagte, die gemeinsamen Untersuchungen der NHTSA und des Unternehmens stünden kurz vor dem Abschluss. Bislang gebe es noch keinen Rückruf. Ein Unternehmenssprecher sagte, Chrysler habe mit einer Antwort an die Behörde bis Montag Zeit.

Es gehe um das Kugelgelenk, das das Fahrzeug mit dem Vorderrad verbinde, sagte Chrysler-CEO Dieter Zetsche gestern auf einer Medienveranstaltung. Einige Gelenkteile könnten ausleiern, allerdings würde sich der aus Sicht der NHTSA drohende Verlust dieser Teile einige Zeit zuvor mit deutlichen Geräuschen ankündigen. Es sei für Chrysler noch nicht klar, ob dies Problem einen formalen Rückruf rechtfertige.

Die NHTSA soll ihre Untersuchungen in der Sache nach Kundenbeschwerden ausgeweitet haben, berichtet die Zeitung weiter und beruft sich auf den US-Fernsehsender CBS. Die Behörde gehe davon aus, dass sich das Problem nun schneller entwickle und habe Bedenken, dass in Einzelfällen sich Vorderräder ohne Vorwarnung vom Fahrzeug lösen könnten.

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