Urteil des Landgerichts Stuttgart
Strabag gewinnt Prozess um Neuordnung von Züblin

Das Landgericht Stuttgart hat am Mittwoch drei Klagen des Minderheitsaktionärs des Stuttgarter Baukonzerns Züblin gegen den Hauptgesellschafter Strabag zurückgewiesen.

HB STUTTGART. Die Klage der Familie Lenz, die rund 43 Prozent der Züblin-Anteile hält, hatte sich gegen verschiedene Maßnahmen gerichtet, mit denen das Geschäft der nicht börsennotierten Ed. Züblin AG und der österreichische Strabag beziehungsweise deren gleichnamige deutsche Tochter verknüpft wird. Die Klagen seien abgewiesen worden, weil bei der vor Lenz vor allem beanstandeten Zusammenführung des Hoch- und Ingenieurbaus von Züblin und Strabag und der Auslagerung von Konzernfunktionen unternehmerische Risiken ebenso wenig von der Hand zu weisen seien wie damit verbundene Chancen.

Das Gericht ließ der Mitteilung zufolge ausdrücklich offen, ob bei weiteren Maßnahmen, die Züblin noch enger mit Strabag verknüpfen würden, die Grenze des Zulässigen nicht doch überschritten sein könnte. (Az: 39 O 67/06 KfH, 39 O 80/06 KfH, 39 O 119/06 KfH).

Die Strabag mit ihrem Vorstandschef Hans Peter Haselsteiner war durch die Insolvenz der Augsburger Walter Bau und Zukäufe in den Besitz von 57 Prozent der nicht börsennotierten Züblin-Gruppe gekommen. Nun will sie ihr deutsches Geschäft neu ordnen. Gleiche Geschäfte zusammen zu legen ist Kern der Deutschland-Strategie des Konzerns, der 2007 an die Börse möchte.

Das Verhältnis zwischen Lenz und der Strabag ist gestört, zumal sie sich nicht über einen Kaufpreis für die Lenz-Anteile an Züblin einigen konnten.

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