US-Abwrackprämie
Ende der Flitterwochen am US-Automarkt

Schnäppchenjäger haben der amerikanischen Autoindustrie eine Auszeit von der schweren Krise gegönnt. Die Abwrackprämie von bis zu 4 500 Dollar pro Fahrzeug war in den USA derart zugkräftig, dass das milliardenschwere Anschub-Programm „Cash for Clunkers“ bereits am heutigen Montag auslaufen soll. Wer von der Abwrackprämie profitierte.

NEW YORK. Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Amerikaner haben sich innerhalb weniger Wochen staatliche Prämien im Volumen von drei Mrd. Dollar abgeholt und im Gegenzug Autos abgegeben, die zum Teil mit einer letzten Anstrengung den Weg zum Schrottplatz schafften: „Es war wie bei einer Panik“, sagte Jeremy Anwyl, Chef der Auto-Beratungsfirma Edmunds.com. Die Menschen hätten früh damit gerechnet, dass die Prämien nicht für alle Interessierten ausreichten. Entsprechend war der Ansturm bei Autohändlern so groß, dass die zunächst vorgesehene eine Mrd. Dollar an staatlichen Mitteln bereits wenige Tage nach dem Start aufgebraucht war. Der US-Kongress beschloss daraufhin in Windeseile eine Aufstockung auf drei Mrd. Dollar. Auch die waren innerhalb weniger Wochen abgerufen.

Im Endspurt herrschte am vergangenen Wochenende ebenfalls noch einmal Auftrieb: Bei Riverbank VW in Stamford, Connecticut, verteilten die Verkäufer noch am Samstagnachmittag Termine, während die Kundschaft auf dem Parkplatz Neuwagen inspizierte: „Seit Beginn des Prämienprogramms geht das so. Wir sind sehr beschäftigt“, sagt Verkaufsberater Eric Goldstein und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

Nach dem Auslaufen der Clunker-Prämie dürfte es nicht nur bei Riverbank VW ruhiger werden, erwarten Branchenexperten. Sie fürchten, dass der Markt wieder in seine Schockstarre zurückfallen könnte, sobald die staatlichen Anschubhilfen ausgelaufen sind. Das Gefühl der Dringlichkeit sei mit dem Ende des Prämienprogramms vorbei, und die begierigsten Käufer hätten jetzt ihre Neuwagen, sagt Edmunds.com-Chef Anwyl.

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