US-Autoabsatz
Nicht alle profitieren von US-Abwrackprämie

Die US-Abwrackprämie hat im August den schwer gebeutelten amerikanischen Automarkt angekurbelt. Allerdings kam sie wie in Deutschland vor allem Herstellern kleinerer Autos zugute. Doch auch Porsche konnte deutlich zulegen. Nun müssen sich die Autobauer auf einen üblen September einstellen.

HB NEW YORK. Zudem muss sich die Branche wieder auf einen üblen September in den USA einstellen: Die Abwrackprämie "Cash for Clunkers" (Bares für Rostlauben) ist vor gut einer Woche ausgelaufen. Von den deutschen Herstellern profitierte im August vor allem Volkswagen von der Prämie zwischen 3500 und 4500 Dollar. Unter den amerikanischen Herstellern schaffte Ford ein beachtliches Plus von 17 Prozent im Jahresvergleich. Einen Höhenflug erlebte jedoch der koreanische Hersteller Hyundai, dessen Absatz um 47 Prozent auf knapp 60 500 Fahrzeuge hochschoss.

VW erzielte in dem für das Unternehmen seit Jahren schwierigen Markt ein Plus von 11,4 Prozent auf 24 823 Wagen. Zu verdanken hat Volkswagen dies vor allem seinem wichtigsten US-Modell Jetta mit einem Plus von 15 Prozent. Aber auch der kleine Geländewagen Tiguan, der Van Routan und das CC-Coupé verkauften sich ordentlich.

Bei Ford schaffte das Kompakt-Modell Focus ein Absatzplus von 56 Prozent auf mehr als 25 500 Wagen. Allerdings stieg auch der Absatz der schweren Pick-Ups der F-Serie um 12,8 Prozent auf 45 590 Fahrzeuge - ein Zeichen dafür, dass die Amerikaner immer noch auch für Spritfresser zu begeistern sind. Die Baureihe allein machte ein Viertel des Ford-Absatzes aus. Insgesamt verkaufte der Konzern zusammen mit den Marken Lincoln, Mercury und Volvo gut 182 000 Fahrzeuge.

Die nach Insolvenzverfahren neugestarteten US-Autobauer General Motors und Chrysler konnten dagegen kein Absatzplus vorweisen. Bei GM fiel die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Jahresvergleich um 20,2 Prozent auf knapp 246 500. Angesichts der vorherigen Rückgänge von mehr als 30 Prozent war der August trotzdem noch der beste Monat des Jahres, wie GM betonte. Der kleinere Konkurrent Chrysler verbuchte einen Absatzrückgang von 15 Prozent auf gut 93 200 Wagen.

Die US-Abwrackprämie war in nur fünf Wochen vergriffen worden. Dank ihr waren schon die Juli-Zahlen deutlich besser ausgefallen. Experten befürchten, dass durch die Hilfen die Verkäufe nur vorgezogen wurden und ein neuer Einbruch droht.

Bei Daimler nützte die Abwrackprämie dem Stadtwagen Smart nichts: Der Absatz fiel im Jahresvergleich um ein Drittel auf 1622 Autos. Die Kernmarke Mercedes-Benz verbuchte ein Minus von 7,5 Prozent auf gut 17 100 Fahrzeuge.

Für BMW milderte der Mini dagegen den Absatzrückgang ab. Während die Verkäufe der Kernmarke um 24,5 Prozent auf 19 232 Fahrzeuge absackten, hatte die Marke Mini mit 5111 Autos lediglich ein Minus von 6,5 Prozent zu verkraften.

Den Porsche-Absatzzahlen kam der vollzogene Modellwechsel beim 911er-Sportwagen zugute. Die Verkäufe des Modells stiegen im Jahresvergleich um 96 Prozent auf 716 Fahrzeuge. Insgesamt legte Porsche um rund neun Prozent auf 1646 Wagen zu.

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