US-Autobauer
Chrysler dürfte neuen Chef bekommen

Chrysler-Chef Bob Nardelli kann sich schon mal allmählich von seinem Job verabschieden: Der krisengeschüttelte US-Autobauer Chrysler wird im Fall der angestrebten Allianz mit dem italienischen Fiat-Konzern voraussichtlich eine neue Führungsspitze bekommen.

HB NEW YORK. Bob Nardelli kündigte seine voraussichtliche Ablösung in einem von US-Medien am Freitag veröffentlichten Schreiben an die Mitarbeiter selbst an. Sobald die Partnerschaft besiegelt sei, werde die US-Regierung in Absprache mit Fiat eine neue Führungsriege für Chrysler auswählen.

Bei dem umfangreichen Stühlerücken werde zunächst der Verwaltungsrat von Chrysler neu besetzt, so Nardelli in dem vom „Wall Street Journal“ dokumentierten Brief. Die Mehrheit der Mitglieder werde unabhängig sein und weder von Chrysler noch von Fiat kommen. Das Gremium solle dann auch einen neuen Vorsitzenden sowie einen neuen Konzernchef benennen.

Nardelli hatte im Jahr 2007 das Steuer bei Chrysler übernommen, nachdem der deutsche Daimler-Konzern die Mehrheit an dem drittgrößten US-Autobauer an den Finanzinvestor Cerberus verkauft hatte. Die US- Regierung hat dem mit Milliardenkrediten gestützten Chrysler-Konzern ein Ultimatum bis Ende April gestellt. Bis dahin müsse die Allianz mit Fiat geschlossen sein, sonst gebe es keine weiteren Finanzhilfen.

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