US-Autobauer
Chrysler-Gläubiger bieten Regierung die Stirn

Die Gläubiger des ums Überleben kämpfenden US-Autobauers Chrysler bieten der amerikanischen Regierung die Stirn. In den Verhandlungen um einen Schuldenabbau für Chrysler ist eine Gruppe von Großbanken und anderen Kreditgebern laut US-Medien nur zu weit geringeren Zugeständnissen bereit als von der Regierung gefordert.

HB NEW YORK. Die Gläubiger-Gruppe wolle statt der vom US-Finanzministerium verlangten 85 Prozent nur 35 Prozent ihrer Ansprüche in eine Minderheitsbeteiligung an Chrysler umwandeln. Das berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf ein der Zeitung vorliegendes Angebot der Gläubiger.

Das Ultimatum von US-Präsident Barack Obama für eine Einigung und einen überzeugenden Sanierungsplan von Chrysler läuft in gut einer Woche zum Monatsende ab. Eine weitere Bedingung Obamas ist der geplante Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns bei Chrysler, der noch immer nicht in trockenen Tüchern ist. Bei einem Scheitern droht dem drittgrößten US-Autobauer die Insolvenz und womöglich gar das endgültige Aus.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Chrysler-Gläubiger einen Anteil an einer Chrysler-Allianz mit Fiat anstrebten. Die Kreditgeber hätten einen der Regierung einen Vorschlag vorgelegt, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Danach verlangen die Gläubiger im Gegenzug für die Schuldenlast von rund sieben Mrd. Dollar eine Beteiligung an der geplanten Allianz zwischen Chrysler und Fiat.

Chrysler steht unter anderem bei den Banken JPMorgan Chase, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley in der Kreide. Die Schulden stammen von der Trennung von Daimler im Jahr 2007. Daimler hält noch knapp 20 Prozent, hat diese Investition aber vollständig abgeschrieben. Wenn die Gläubiger für die gesamte Summe nun Anteile statt beispielsweise Barmittel oder neue Verpflichtungen nähmen, würde dies die Schuldenlast bei Chrysler reduzieren.

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