US-Autobauer
Chrysler kommt der Rettung näher

Der schwer angeschlagene Autobauer Chrysler hat eine wichtige Hürde im Kampf um seine Rettung genommen. Die mächtige US-Autogewerkschaft UAW stimmte einer vorläufigen Vereinbarung mit Chrysler, dem italienischen Hersteller Fiat und der Regierung zu. Nun kommt es "nur" noch auf die Gläubiger von Chrysler an.

HB DETROIT/TORONTO. Die Autogewerkschaft in Kanada CAW gab grünes Licht für Kostensenkungen. Nun müssen die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und die Allianz mit Fiat besiegelt werden, damit ein Zusammenbruch der einstige Daimler-Tochter verhindert wird.

Washington hat dem Unternehmen eine Frist bis Donnerstag gesetzt, um mehrere Bedingungen für eine weitere Unterstützung zu erfüllen. Dazu gehören eine Einigung mit den Gläubigern über einen Tausch von Schulden gegen Aktien und eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft über einen Gesundheitsfonds für Pensionäre.

Anderenfalls würde der Geldhahn zugedreht. Chrysler wäre insolvent. Gewerkschaften und Gläubiger würden dann fast ihre gesamten Ansprüche verlieren. Bei dem Versuch, dies zu verhindern, wollen sie aber mit den geringstmöglichen Zugeständnissen auskommen. Finanzkreisen zufolge haben Gläubiger zuletzt den Verzicht auf 3,75 Mrd. Dollar ihrer fast sieben Mrd. Dollar Kredite angeboten. Im Gegenzug verlangen sie 40 Prozent der Anteile an Chrysler. Damit liegen sei meilenweit von den Vorgaben der Regierung entfernt, die einen Verzicht auf 5,5 Mrd. Dollar fordert und ihnen einen Fünfprozentanteil bietet.

Großer Gewinner der jüngsten Pokerrunde ist Fiat. Die Gläubiger verzichteten auf ihre Forderung einer Milliardenkapitalspritze für Chrysler aus Turin. Nach dem aktuellen Stand der Verhandlungen bekäme Fiat demnach 20 Prozent an Chrysler und müsste dafür lediglich Technologie zur Verfügung stellen. Die Gläubigergespräche wie die Verhandlungen mit den Gewerkschaften um Pensionslasten dauerten am Sonntag an.

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