_

US-Autobauer: Chrysler reduziert den Verlust

Chrysler setzt die Erholung von seiner Insolvenz langsam fort. Unter der Führung Fiats verringerte der drittgrößte Pkw-Hersteller der USA seinen Nettoverlust im zweiten Quartal. Zudem stellt der Autobauer eine Anhebung der Jahresprognose in Aussicht.

Ein Chrysler-Mitarbeiter im Werk in Kansas City. Quelle: Reuters
Ein Chrysler-Mitarbeiter im Werk in Kansas City. Quelle: Reuters

HB AUBURN HILLS. Während die Rivalen dank boomender Verkäufe schon wieder gutes Geld verdienen, hat der von Fiat gesteuerte kleinste der drei US-Autokonzerne auch im zweiten Quartal einen Verlust verkraften müssen. Wegen seiner überalterten Modellpalette musste Chrysler satte Rabatte gewähren, um seine Wagen loszuwerden. Nach einer Erhebung des Automarktplatzes Edmunds.com waren im Juni pro Auto fast 3 300 Dollar fällig.

Anzeige

Insgesamt lag das Minus unterm Strich bei 172 Mio. Dollar und damit nur wenig unter dem Verlust von 196 Mio. Dollar des ersten Quartals. „Es ist alles in allem ein gutes Quartal gewesen“, sagte Firmenlenker Sergio Marchionne, gleichzeit Chef von Fiat, am Montag aber mit ungebrochenem Optimismus. „Die Arbeit trägt Früchte.“ Immerhin verdiene Chrysler operativ Geld. Marchionne sah darin den Beweis, dass es vorangeht. „Es liegt aber noch ein großer Berg an Arbeit vor uns.“

Der größere Rivale Ford hatte im zweiten Quartal einen Gewinn von 2,1 Mrd. Dollar eingefahren. Der Chef von General Motors, Ed Whitacre, deutete ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis an. GM legt seine Zahlen am Donnerstag vor.

Chrysler setzte mit 407 000 Autos 22 Prozent mehr Wagen ab als zu Jahresbeginn. Der Umsatz stieg aber nur um acht Prozent auf 10,5 Mrd. Dollar - ein weiteres Zeichen dafür, dass Chrysler weniger Geld für den einzelnen Wagen bekommt. Zu den großen Abnehmern der vergangenen Monate gehörten die Autoverleiher, die üblicherweise massive Preisnachlässe zugebilligt bekommen.

„2010 ist ein Jahr des Wandels und der Stabilisierung“, sagte Marchionne. In der schweren Krise des vergangenen Jahres war Chrysler zusammengebrochen und fand nur mit großzügiger finanzieller Hilfe der US-Regierung aus der Insolvenz heraus. Marchionne nutzte die Gunst der Stunde und stieg mit seinem Fiat-Konzern ein. Nun lenkt er beide Unternehmen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Logistikspezialist: Rollen, die die Welt bewegen

Rollen, die die Welt bewegen

Im Schatten des Internethandels ist der Fördertechnikhersteller Interroll zum weltweit gefragten Anbieter geworden. Seine Stärke sind robuste und feingesteuerte Systeme - mittlerweile auch jenseits der Versandbranche.

Solarenergie: Sonne liefert Deutschland so viel Strom wie 20 AKWs

Sonne liefert Deutschland so viel Strom wie 20 AKWs

Energiewende und sommerliches Wetter machen es möglich: Deutschland hat eine neue Spitzenleistung bei der Sonnenenergie erreicht. Die Solaranlagen im Bundesgebiet produzierten am Freitagmittag rund 20.000 Megawatt Strom.

Übersee-Stahlwerke: Thyssen-Krupps US-Tochter schwächelt

Thyssen-Krupps US-Tochter schwächelt

Thyssen-Krupps US-Stahltochter schreibt rote Zahlen - und das scheint sich auch in Zukunft nicht zu ändern. Vorstandschef Heisinger glaubt kaum an Besserung, die Entwicklung hänge vor allem von den Stahlpreisen ab.

  • Video

Global 3000 Die Fischer von Limbé

Für die Fischer an Kameruns Küsten werden die Aussichten immer schlechter. Es gibt immer weniger Fische, ausländische Trawler haben die Gewässer fast leer gefischt. Auch die kleine Stadt Limbé leidet unter der Krise.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.