US-Autobauer
Chrysler schließt jedes vierte Autohaus

Der insolvente US-Autobauer Chrysler will im Zuge seiner Sanierung in den USA mit dem Segen der Regierung jedes vierte Autohaus dichtmachen. Die Zahl der betroffenen Händler ist hoch.

HB DETROIT. Der Konzern beantragte am Donnerstag beim zuständigen Gericht, bereits Anfang Juni 789 seiner insgesamt 3 181 Lizenzverträge zu kündigen. Das US-Finanzministerium erklärte, dies sei für die Sanierung von Chrysler nötig. Zwar bedeute die Schließung den Verlust von Jobs, aber ein gesunder Chrysler-Konzern biete den Beschäftigten mehr Sicherheit und berge zudem die Hoffnung auf zukünftige Neueinstellungen.

Chrysler konzentriert sich damit auf die erfolgreichsten Ausstellungsräume - ein Viertel der Chrysler-Händler erwirtschaftet die Hälfte des Umsatzes. Außerdem gleicht der Konzern sein Händlernetzwerk dem von relativ erfolgreichen Rivalen wie Toyota an.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters bereits am Mittwoch erfuhr, will die Opel-Mutter General Motors sogar die Zusammenarbeit mit bis zu 2 000 Partnern einstellen. Die Händler wähnen in der Branche insgesamt 200 000 Arbeitsplätze in Gefahr. Sie fordern die Regierung deshalb auf, dem Kahlschlag Einhalt zu gebieten.

Die US-Kartellbehörde hat unterdessen keine Einwände gegen die geplante Allianz zwischen Chrysler und Fiat. Der Wettbewerb werde dadurch nicht eingeschränkt, erklärte die Federal Trade Commission (FTC) am Donnerstag. Chrysler ist seit Ende April in der Insolvenz. Der Zusammenschluss mit den Italienern ist ein Kernbestandteil seines Sanierungsplans.

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