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US-Autobauer: Ford gelingt Gewinn im Schlussquartal

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat das Krisenjahr 2009 mit Bravour überstanden. Im Schlussquartal schaffte der Konzern es trotz der widrigen Bedingungen klar in die schwarzen Zahlen.

Ford-Chef Mulally in Siegerpose: Der US-Autobauer ist wieder erstarkt. Quelle: ap
Ford-Chef Mulally in Siegerpose: Der US-Autobauer ist wieder erstarkt. Quelle: ap

HB DEARBORN. Der krisengeschüttelte US-Autobauer Ford hat das Steuer herumreißen können. Im vergangenen Jahr verdiente das Unternehmen erstmals seit 2005 wieder Geld. Unterm Strich blieben 2,7 Mrd. Dollar hängen. Ford hatte seine Kosten massiv gesenkt und konnte mit frischen Modellen der Konkurrenz Marktanteile abjagen.

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„2009 war ein Schlüsseljahr für Ford“, sagte Konzernchef Alan Mulally am Donnerstag am Firmensitz in Dearborn (US-Bundesstaat Michigan). Die schnelle Wende kommt selbst für Branchenkenner überraschend.

Das Jahr zuvor hatte Ford noch einen Rekordverlust von 14,8 Mrd. Dollar eingefahren. Analysten sprachen von einer reifen Leistung der Konzernführung. Auch im laufenden Jahr will Ford in den schwarzen Zahlen bleiben. Die Aktie stieg vorbörslich um fast zwei Prozent.

Ford ist damit wesentlich besser durch die Wirtschaftskrise gekommen als die heimischen Rivalen General Motors und Chrysler. Die chronisch defizitären Konkurrenten mussten im vergangenen Jahr beide Insolvenz anmelden, aus der sie nur mit massiver staatlicher Finanzhilfe wieder herausfanden. Ford dagegen konnte ab der Jahresmitte schon wieder Gewinne verbuchen. Das gelang unter anderem durch eine Palette an kompakteren Wagen.

Aber auch Ford musste der Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung der Kunden Tribut zollen: Der Umsatz fiel 2009 um fast ein Fünftel auf 118,3 Mrd. Dollar. Gegen Ende des Jahres entspannte sich die Lage aber. Ford konnte im Schlussquartal mit 35,4 Mrd. Dollar sogar sechs Prozent mehr erlösen als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn lag unterm Strich bei 868 Mio. Euro.

Die US-Autobauer hatten zu lange auf spritfressende Pick-ups und Geländewagen gesetzt. Überbordende Personalkosten taten ein Übriges. Als in der Wirtschaftskrise dann auch noch die Absatzzahlen einbrachen, war das für General Motors und Chrysler zu viel. Die beiden Hersteller büßten im vergangenen Jahr 30 beziehungsweise 36 Prozent ihrer Verkäufe ein, bei Ford waren es nur 15 Prozent.

Der vom Flugzeugbauer Boeing gekommene Konzernchef Mulally hatte das Unternehmen frühzeitig auf die neuen Marktbedingungen eingestellt. Er nahm zu dem Zeitpunkt, als die Spritpreise anfingen zu steigen, kleinere und sparsamere Wagen ins Programm. Auf der Kostenseite griff Mulally ebenfalls durch. Er strich Zehntausende von Arbeitsplätzen und schloss ganze Werke. Den Gewerkschaften rang er Zugeständnisse bei den Gesundheitsausgaben und Pensionen ab. Die beiden britischen Nobelmarken Jaguar und Land Rover machte Mulally genauso zu Geld wie die schwedische Tochter Volvo.

Mittlerweile stellt Ford wieder ein. Erst vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen an, 1200 Stellen im Werk Chicago zu schaffen. Die vorhandene Belegschaft darf sich über eine Gewinnbeteiligung freuen.

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