US-Autobauer
Ford lässt Chrysler weit hinter sich

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat im abgelaufenen Quartal weniger Gewinn gemacht als vor einem Jahr. Die Erwartungen hat der Konzern damit aber übertroffen. Rivale Chrysler hingegen kommt nicht aus den roten Zahlen.
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Dearborn/Auburn HillsHöhere Verkaufspreise und das gute Geschäft in Nordamerika haben Ford den achten Quartalsgewinn in Folge beschert. Allerdings ging der Überschuss leicht zurück, was vor allem an der schwächeren Entwicklung etwa in Europa lag. Nordamerika war die einzige Region, in der der Konzern den Gewinn steigern konnte. In Europa halbierte sich der Gewinn; hier strich Ford operativ noch 176 Millionen Dollar ein.

Der Nettogewinn sank wegen höherer Kosten um 201 Millionen Dollar auf 2,4 Milliarden Dollar oder 59 Cent je Papier, wie der Autobauer am Dienstag vor US-Börsenbeginn mitteilte. Vor Sonderposten ging der Überschuss auf 65 Cent je Aktie von 68 Cent im Vorjahreszeitraum zurück. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 60 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar (24,5 Milliarden Euro), wenn man bei den Vorjahreszahlen die inzwischen an einen chinesischen Autobauer verkaufte Tochter Volvo ausklammert..

Auch der Absatz stieg: Im zweiten Quartal verkaufte der US-Autokonzern insgesamt gut 1,5 Millionen Fahrzeuge und damit rund 100.000 mehr als vor einem Jahr. In jeder einzelnen Region habe Ford mehr Kunden gewonnen, sagte Konzernchef Alan Mulally am Dienstag am Firmensitz in Dearborn nahe der Autohochburg Detroit. Der Marktanteil in den USA, in Europa und im asiatischen Raum sei gestiegen, erklärte das Unternehmen.

Die Anleger nahmen die Bilanz positiv auf: Ford-Aktien reagierten vorbörslich mit Aufschlägen von zeitweise mehr als drei Prozent.

Ford gab mehr aus für Rohstoffe sowie für Produktentwicklung. Außerdem fielen 110 Millionen Dollar für Personalabbau an. Ford zahlte im Quartal 2,6 Milliarden Dollar Schulden zurück.

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