US-Autobauer
GM und Chrysler beantragen kanadische Staatshilfen

Die angeschlagenen US-Autobauer General Motors und Chrysler fordern nun weitere Staatshilfen auch aus Kanada. Beide Unternehmen hätten Hilfen von zusammen bis zu acht Mrd. Dollar beantragt, erklärten Regierungsvertreter am Samstag.

HB TORONTO. Das ist deutlich mehr als die gut drei Mrd. Dollar, die Kanadas Regierung und die Provinz Ontario den Herstellern Ende 2008 in Aussicht stellten. Die Opel-Mutter GM und Chrysler wollen laut ihren Plänen im Gegenzug keine weiteren Werke in Kanada schließen.

Der kanadischen Industrieminister Tony Clement rechnet aber damit, dass die Firmen Arbeitsplätze in Kanada abbauen. GM will zudem Gehälter von Arbeitern und Managern kürzen. GM hat Clement zufolge um Kredite von 4,8 bis 5,6 Mrd. Dollar gebeten. Chrysler, das rund 2,3 Mrd. Dollar beantragte, begründete die erhöhten Forderungen damit, dass sich die Bedingungen seit Dezember dramatisch verschlechtert hätten. Neun von zehn in Kanada gebaute Autos werden im Nachbarland Amerika abgesetzt, wo die Verkaufszahlen im Januar auf den tiefsten Stand seit 27 Jahren fielen.

Kanada will - wie die USA - den Herstellern finanziell unter die Arme greifen, damit die Autoindustrie nicht aus Kanada abwandert. Einer Studie zufolge würden in diesem Fall etwa 600 000 Arbeitsplätze in Kanada wegfallen, zumeist in Ontario.

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