US-Autobauer
GM will bei Insolvenz gesunde Teile ausgliedern

In den USA werden immer mehr Details über den wahrscheinlichen Ablauf einer drohenden Insolvenz von General Motors bekannt. Kreisen zufolge sollen die gesunden Teile der Opel-Mutter in ein neues Unternehmen ausgegliedert werden, das zunächst der US-Regierung gehört.

HB NEW YORK. Anschließend werde die Regierung Anteile an dem neuen Unternehmen an Gewerkschaften und Anleihegläubiger abgeben, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Dienstag. GM konnte für eine Stellungnahme zunächst nicht erreicht werden.

Ziel der US-Regierung ist die schnelle Schaffung einer gesunden Unternehmenseinheit, damit Kunden das Vertrauen in die Marke GM nicht verlieren und weiter Autos der Opel-Mutter kaufen. Den Kreisen zufolge will die US-Regierung dem neuen Unternehmen deshalb auch weitere Kreditlinien gewähren und einen Großteil der gewährten Notkredite von rund 15 Mrd. Dollar erlassen. Das neue Gebilde solle vom derzeitigen GM-Chef Fritz Henderson geleitet werden und verbriefte Schuldverschreibungen über rund sechs Milliarden Dollar übernehmen.

Alle anderen Schulden würden auf den weniger attraktiven Firmenteil übertragen, der unter Gläubigerschutz bleibe, hieß es weiter. GM bezeichnete vergangene Woche in Unterlagen an die US-Börsenaufsicht SEC eine Aufspaltung des Konzerns im Insolvenzfall als wahrscheinlich, nannte jedoch keine Details. Die Regierung in Washington hat GM eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt, um seine Sanierung voranzutreiben und weitere Staatshilfen zu bekommen.

Gelingt dies nicht, müsste GM wie Rivale Chrysler Insolvenz anmelden. Chrysler will seine besten Konzernteile an den italienischen Hersteller Fiat verkaufen und nur wenige Wochen unter Gläubigerschutz arbeiten. Eine Insolvenz von GM hätte massive Auswirkungen auf die deutsche Tochter Opel, um die sich derzeit mehrere Investoren bemühen.

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