Für Toyota
haben die USA eine enorme Bedeutung. Analysten zufolge schöpft Toyota
heute 35 Prozent des Umsatzes und 43 Prozent seines Betriebsgewinns aus den USA. Der Erfolg von Toyota
sowie wachsende Marktanteile auch von Honda
haben für den Niedergang der gesamten Autoregion um Detroit gesorgt. Weil dort die Gewerkschaften stark sind, siedeln die Japaner eher in den Südstaaten oder an der Westküste.
Erstmals in der Geschichte der US-Autoindustrie war im Juli der Marktanteil der heimischen Autohersteller auf dem US-Markt unter die Markte von 50 Prozent gesunken. 1984 belief sich der Marktanteil der Detroiter noch auf 77,4 Prozent.
Mit den geplanten Produktionskürzungen von GM,
Ford
und Chrysler würde sich der Niedergang der einst führenden US-Autoindustrie im kommenden Jahr bei sinkendem Gesamtmarkt fortsetzen. 2007 verkaufte allein GM
mit einem Absatz von 3,9 Millionen Fahrzeugen fast 330 000 Fahrzeuge weniger auf dem Heimatmarkt als im Vorjahr, hat Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ermittelt.
Die Krise der US-Hersteller hat den Druck auf den Automobilstandort USA in den vergangenen Jahren massiv erhöht. Wegen der hohen Überkapazitäten strichen die sogenannten Big Three, General Motors,
Ford
und Chrysler, allein in den letzten zwei Jahren Stellen in hoher fünfstelliger Zahl in den USA. Die jetzt geplanten Produktionskürzungen dürften zur weiteren Erosion der Jobs in der US-amerikanischen Autoindustrie führen.
Die taumelnden US-Autobauer bauen schon seit längerem angesichts des schwierigen Heimatmarkts und hoher Lohnkosten neue Produktionsstätten nur noch in den Auslandsmärkten auf. Auf diese Weise wollen die US-Konzerne die Schwäche auf ihrem wichtigen Heimatmarkt kompensieren.

