US-Autobauer
Trotz Verlust: Ford auf der Überholspur

Ford hat im ersten Quartal einen Verlust von über einer Milliarden Dollar eingefahren. Der fiel allerdings kleiner aus als gedacht. Und im Vergleich zur heimischen Konkurrenz steht Ford immer noch gut da. Konsequenz: An der Börse löst Ford ein kleines Kursfeuerwerk aus.

HB DETROIT. Es ist der höchste Quartalsverlust für Ford seit 17 Jahren - ein Jahr zuvor hatte der zweitgrößte US-Autobauer noch mit einem kleinen Plus von 70 Millionen Dollar überrascht. Und trotzdem: An der Börse schoss diie Ford-Aktie zum US- Handelsstart trotzdem um rund 20 Prozent in die Höhe. Die Dividendenpapiere des Rivalen General Motors legten um drei Prozent zu. "Trotz der Herausforderungen hat Ford große Fortschritte gemacht", sagte Ford-Chef Alan Mulally. Und wichtiger: Analysten geben dem Konzern trotz seiner steilen Talfahrt unter den "Großen Drei" noch die besten Überlebenschancen.

Dies zeigt sich auch daran, dass Ford trotz eines erneut enormen Quartalsverlustes von 1,4 Milliarden Dollar weiter ohne Staatshilfen durch die Krise steuern will. Der Umsatz brach in den ersten drei Monaten zum Vorjahr um 43 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar (18,7 Mrd Euro) ein. Auch in Europa rauschte der Konzern zum Jahresauftakt tief ins Minus.

Das wichtigste: Ab 2011 wolle Ford vor Sondereffekten aber wieder operativ schwarze Zahlen schreiben, bekräftigte Konzernchef Alan Mulally am Sitz in Dearborn bei Detroit (Michigan). Und der US-Autobauer fuhr zu Jahresanfang einen kleineren Verlust als befürchtet ein. Zudem bekräftigte Ford, im Gegensatz zu seinen heimischen Rivalen Chrysler und General Motors wohl ohne Hilfen des Staates auszukommen.

Im Europageschäft fiel ein Vorsteuerminus von 550 Millionen Dollar an nach einem Plus von 739 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz stürzte hier um 41 Prozent auf rund sechs Milliarden Dollar. Der weltweite Ford-Absatz fiel im ersten Quartal um 36 Prozent auf 973.000 Fahrzeuge.

In Deutschland erlebte Ford allerdings durch die Abwrackprämie zuletzt einen Absatzboom bei Kleinwagen und fährt Sonderschichten. Der Hersteller nennt aber keine deutschen Geschäftszahlen. Ford setzt seine Hoffnungen auch im desaströsen US-Markt für die nächsten Jahren auf kleinere, spritsparende Modelle aus Europa wie den Ford Fiesta.

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