US-Autobranche
Chrysler-Gläubiger geben Widerstand auf

Der existenzbedrohte US-Autobauer Chrysler ist dem raschen Abschluss seines Insolvenzverfahrens einen entscheidenden Schritt näher.

dpa NEW YORK. Eine Gläubiger-Gruppe will ihren Widerstand gegen einen Kompromiss ganz einstellen, nachdem zuvor bereits immer mehr Kreditgeber Zugeständnisse gemacht haben. Das bestätigten ein Anwalt der Gruppe am Freitag in New York unter anderem der Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Die Gläubiger, darunter Hedge-Fonds, hatten vor gut einer Woche noch einen Einigungsvorschlag zum Schuldenverzicht für Chrysler abgelehnt. Der vom Staat mit Milliardenkrediten gestützte Hersteller hatte daraufhin Insolvenz angemeldet. US-Präsident Barack Obama hatte die starre Haltung der Kreditgeber öffentlich massiv attackiert.

Die Rettung für Chrysler soll der Einstieg des italienischen Fiat- Konzerns unter Beteiligung der US-Regierung und der Autogewerkschaft bringen. Dazu soll Chrysler die Insolvenz spätestens binnen 60 Tagen bis Ende Juni erfolgreich wieder verlassen. Fiat will auch beim Autobauer Opel an Bord gehen und mit Chrysler eine Allianz schmieden.

Die Mehrheit der Chrysler-Gläubiger, vor allem Großbanken, hatte schon vor der Insolvenz einem Kompromiss zugestimmt. Der Widerstand der übrigen Kreditgeber bröckelte im Laufe der Woche, als erste Fonds wegen der massiven Kritik der Öffentlichkeit den Rückzug ankündigten.

Schließlich gaben am Freitag auch die übrigen Gläubiger auf. „Sie haben beschlossen, dass sie einfach nicht die kritische Masse haben, um dem enormen Druck und dem Apparat der US-Regierung Widerstand zu leisten“, sagte der Anwalt der Gruppe, Tom Lauria, der Agentur Bloomberg.

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