US-Autobranche
Chrysler stoppt Leasing-Geschäft

Krise und kein Ende in der US-Autobranche: Der drittgrößte amerikanische Autohersteller Chrysler steigt jetzt aus dem Leasing-Geschäft aus. Der Finanzarm Chrysler Financial werde vom 1. August an keine Leasing-Verträge mehr anbieten, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

HB NEW YORK. Leasing ist für US-Autobauer zuletzt immer mehr zu einem schlechten Geschäft geworden. Hintergrund ist vor allem der drastische Anstieg der Spritpreise und der Rohstoffkosten, der zu Einbrüchen im US-Automarkt geführt hat. Beim Leasing wird ein Auto dem Kunden gegen eine Nutzungsgebühr überlassen, bei Ablauf des Vertrages bekommt es der Hersteller meist wieder. Wenn er es heutzutage anschließend als Gebrauchtwagen verkaufen will, sind die Preise viel schlechter als in der Vergangenheit. In der US-Kreditkrise häufen sich zudem Zahlungsausfälle. Dabei müssen die Leasing-Finanzierer erst den Preis der Neuwagen auslegen.

Die Finanzierungs-Sparten der US-Autobranche haben sich inzwischen von Geldmaschinen in Verlustbringer verwandelt. Erst diese Woche hatte Ford eine Milliardenabschreibung auch wegen ungünstiger Leasinggeschäfte vornehmen müssen. Da Chrysler nach der Trennung von Daimler nicht mehr an der Börse notiert ist, muss der US-Autohersteller keine Geschäftszahlen mehr vorlegen. Laut Medienberichten tut sich Chrysler derzeit aber schwer, bei Banken die Erneuerung einer 30 Milliarden Dollar schweren Kreditlinie zu erreichen.

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