US-Autobranche
GM beginnt mit der Verstaatlichung

Der krisengeschüttelte Autokonzern General Motors (GM) macht Ernst mit der eigenen Verstaatlichung. Der US-Hersteller, der am Donnerstag erneut tiefrote Zahlen vorlegen wird, bereitet die Ausgabe von bis zu 60 Mrd. neuer Aktien vor, teilte der Konzern mit.

hz/tom/rüd/HB DETROIT. Die jetzigen Papiere des Unternehmens würden damit quasi wertlos – und der Staat künftig größter Aktionär. Die Aktie brach daraufhin an der Börse zeitweise um mehr als 15 Prozent ein.

GM unternimmt damit erste konkrete Schritte, um seinen Ende April vorgestellten Umschuldungsplan umzusetzen. Der Staat soll demnach künftig als Mehrheitseigner mindestens 50 Prozent an GM halten, die Autogewerkschaft UAW knapp 40 Prozent, und die privaten Gläubiger sollen über zehn Prozent verfügen. Für die Anteile sollen sie auf Milliardenforderungen verzichten. Die heutigen Aktionäre würden am Ende praktisch mit leeren Händen dastehen. Große Kreditgeber-Gruppen lehnen den Plan aber bisher ab.

Auch für die deutsche GM-Tochter Opel wird damit die Suche nach einem Investor immer drängender. Denn bis zum 26. Mai muss GM eine Einigung mit den Gläubigern erzielen, sonst droht die Insolvenz. Das Europageschäft des US-Konzerns, dessen wichtigster Teil Opel ist, fand laut Informationen aus Finanzkreisen auch im ersten Quartal dieses Jahres nicht aus den roten Zahlen heraus. Allein die Insolvenz der schwedischen GM-Tochter Saab habe das Ergebnis mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag belastet. Auch im Gesamtkonzern wird GM heute laut Experten erneut einen Milliardenverlust ausweisen.

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